Vier Siege in Folge

ASV freut sich über "schöne Momentaufnahme"

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ASV-Dreigestirn: Co-Trainer Torsten Friedrich, Trainer Kay Rothenpieler und Kapitän Jakob Macke.

HAMM - Es ist eine Serie, die gut tut. Vier Spiele in Folge hat der ASV Hamm-Westfalen gewonnen – und mittlerweile das vordere Tabellenmittelfeld der 2. Handball-Bundesliga erreicht. Eine Situation, die „wir durchaus genießen“, sagt Trainer-Manager Kay Rothenpieler. Zumindest kurzzeitig. Denn ihm ist auch klar: „Das ist nicht mehr als eine schöne Momentaufnahme. Wir müssen weiter hart arbeiten.“

Schließlich warten bis zur Meisterschaftspause nach dem 2. Weihnachtsfeiertag noch ordentliche Brocken auf den ASV, die beiden dicksten in den zwei kommenden Partien. Am Freitag geht es zum Tabellenzweiten Bittenfeld, am nächsten Mittwoch empfangen die Hammer Klassenprimus Leipzig.

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Zwar weiß Rothenpieler, dass in seinem Team die Automatismen immer besser greifen und dass die jüngsten Erfolge für reichlich Selbstvertrauen gesorgt haben. Doch deshalb seien die anstehenden Partien keine Duelle auf Augenhöhe. „So weit sind wir noch nicht“, sagt der 43-Jährige, fügt aber hinzu: „Wenn es richtig gut läuft und jeder seine Leistung abruft, dann können wir jeden schlagen.“

Was zu Saisonbeginn nicht unbedingt absehbar war. Da stotterte der Motor mächtig, die Heimniederlagen gegen Baunatal und Rostock sorgten für reichlich Unruhe im Umfeld.

„Das Wichtigste war, dass wir gemeinsam ruhig geblieben sind, unseren Weg weiter zusammen gegangen sind und an uns gearbeitet haben“, sagt Rothenpieler. Dass noch längst nicht alles Gold ist, dass es in einigen Bereichen und auf mancher Position Luft nach oben gibt, verhehlt der Coach nicht. „Es bleibt die oberste Priorität, dass wir uns weiter verbessern“, sagt er.

„Aber es ist schon mein Wunsch, dass wir mal den einen oder anderen von den „Großen“ knacken. Das wäre auch ein Zeichen nach außen.“ Und eine Bestätigung für das, was die jüngsten Erfolge andeuten: „Ich denke, dass wir eine Entwicklung vollzogen haben.“

An der arbeitet der Zweitligist auch hinter den Kulissen weiter. Der nächste Punkt, der auf der „To-do-Liste“ abgehakt werden soll, ist die Trainersuche. Rothenpieler, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, wird auf jeden Fall diesen Teil seiner Doppelfunktion im nächsten Sommer abgeben.

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An wen, soll sich bis Januar entscheiden, um anschließend gemeinsam mit dem neuen Coach auch die Kaderplanung für die kommende Spielzeit vorantreiben zu können. „Wir haben einen engeren Kandidatenkreis, wir sind aber noch nicht auf der Zielgeraden“, sagt Rothenpieler über die „Fahndung“ nach seinem Nachfolger, für die sich der ASV bewusst Zeit lässt.

 „Das ist eine wichtige Personalie. Da darf nicht nur der erste Eindruck passen, da muss es auch nach dem zweiten und dritten Gespräch noch stimmen“, erklärt der Trainer-Manager. „Wir müssen am Ende ein gutes Gefühl haben, dass er ein Teil des Ganzen ist. Dass es jemand ist, der nicht nur einfach seinen Job macht, sondern auch andere Aufgaben im Umfeld übernimmt. Und in die ASV-Familie passt.“ In den wirtschaftlichen Rahmen ebenfalls.

Auch in punkto Persönlichkeit sowie sportliche Visionen und Vorstellungen ist das Anforderungsprofil definiert. Der „Neue“ soll als mittelfristiges „Ziel die Bundesliga vor Augen“ haben. „Wichtig ist, dass er eine Mannschaft entwickeln und prägen kann“, sagt Rothenpieler.

Der künftige Coach soll zudem die deutsche Sprache beherrschen und eher zur jüngeren Trainergarde gehören, aber kein Anfänger sein, er soll mit den Spielern auf Augenhöhe und trotzdem eine Respektsperson sein. Insgesamt soll er „unseren positiven Trend begleiten und fortsetzen.“ Ein Aufschwung, der sich jüngst auch deutlich in Punkten niederschlug. - fh

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