Wie im Hinspiel: GW Hamm und TTF Bönen trennen sich 8:8

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Die GW-Talente Vadim Yarashenka (links) und Aliaksandr Khanin aus Weißrussland verloren gegen Bönen zwar ihr Doppel, feierten in den Einzeln aber ausnahmslos klare Siege.

HAMM -  Nach mehr als vier Stunden Spielzeit mit vielen packenden Duellen fand das Tischtennis-Regionalliga-Derby zwischen TTC GW Bad Hamm und TTF Bönen wie im Hinspiel keinen Sieger: Vor 150 Zuschauern in der Sporthalle des Hammonense-Gymnasiums trennten sich die beiden Nachbarn 8:8, was aus Sicht der Grünweißen durchaus unglücklich war.

In der Tabelle treten die Teams gleichermaßen auf der Stelle: Weder Hamm (13:7 Punkte) noch Bönen (12:8) konnten sich dem Tabellenführer ASV Wuppertal (14:4) entscheidend nähern.

„Es war ein packendes Spiel vor toller Kulisse. Wir können mit dem Punktgewinn leben, wobei wir nicht das glücklichere Team waren“, sagte Grünweiß-Vorsitzender Martin Vatheuer nach der Partie, die seine Mannen mit einem deutlichen Plus an Sätzen (35:26) beendeten – ein deutliches Indiz dafür, dass mehr drin gewesen war für die Gastgeber. Das wussten auch die Bönener: „Grünweiß wäre kein unverdienter Sieger gewesen, wir aber auch kein verdienter Verlierer“, sagte TTF-Trainer Walter Darenberg und erinnerte an das Hinspiel, in dem Hamm glücklich zu einem Remis gekommen war: „Das gleicht sich dann in Summe vielleicht wieder aus.“

Hamm zog gegen die TTF alle Personalregister. Zwar fehlte Kagan Kizilates krankheitsbedingt, doch boten die Grünweißen erstmals in dieser Saison gleich beide weißrussische Talente am unteren Paarkreuz auf: Vadim Yarashenka und Aliaksandr Khanin rückten aus der Reserve hoch. Amin Nagm spielte am mittleren Paarkreuz, Talent Gerrit Engemann pausierte im Einzel. „Wir haben uns bei der Aufstellung viele Gedanken gemacht“, so Vatheuer. Sie sollten aufgehen.

Am Anfang lief es jedoch nicht gut für Hamm. Bönen erspielte sich durch Christoph Waltemode/Jan Lüke (3:2 gegen Dennis Schneuing/Engemann) und das starke dritte Doppel Andreas Rosenhövel/Jaroslaw Werner (3:0 gegen Yarashenka/Khanin) eine 2:1-Führung, da für den TTC lediglich Illia Barbolin/Vallot Vailula (3:0 gegen Jens Berkenkamp/Christopher Pläster) punkteten. Und es lief weiter dürftig für die Hausherren: Waltemode (3:2 gegen Barbolin) und Berkenkamp (3:2 gegen Vailua) erhöhten mit für Hamm schmerzhaften Siegen auf 4:1 für Bönen. „Da kann uns das Spiel natürlich schon aus der Hand gleiten“, sagte Vatheuer. Glitt es aber nicht.

Stattdessen kämpfte sich Hamm wieder heran: Nagm überragte gegen den Ex-Grünweißen Adler (3:0) am mittleren Paarkreuz, an den Brettern fünf und sechs hinterließen die jungen Internationalen Yarashenka (3:0 gegen Werner) und Khanin (3:0 gegen Lüke) bleibenden Eindruck. Hamm hätte nach der ersten Einzelrunde sogar führen können, wäre das spektakulärste Duell des Tages nicht an die TTF gegangen: Schneuing vergab gegen Andreas Rosenhövel, einen weiteren Ex-Hammer, neun Matchbälle und verlor den Entscheidungssatz 19:21. „Das war sicherlich einer der bittersten Momente für uns im Spiel“, sagte Vatheuer.

Die zweite Einzelrunde ähnelte der ersten: Am oberen und mittleren Paarkreuz teilten sich die Teams die Punkte, während der abermals siegreiche Waltemode (3:0 gegen Vainula) und der erneut starke Nagm (3:1 gegen Rosenhövel) den Spielen ihren Stempel aufdrückten. Bönen lag beim Stand von 6:7 knapp vorn. „Wir wussten da aber schon, dass es nicht mehr reichen würde, um zu gewinnen. Was Hamm unten aufbieten konnte, hat uns zugesetzt“, sagte Darenberg. Gemeint waren Yarashenka und Khanin, die gegen Lüke und Werner in beeindruckender Manier siegten – und ihr Team auf der Zielgerade 8:7 in Front brachten. Bönen schlug ein letztes Mal zurück: Das starke Spitzendoppel Waltemode/Lüke behauptete sich gegen Barbolin/Vainula, bezeichnenderweise auch diesmal in fünf Sätzen. „Das Schlussdoppel war ein Spiegelbild der gesamten Partie. Wir hatten unsere Siegchancen, haben sie aber nicht genutzt“, sagte Vatheuer. - jan

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