SKG spielt sich für die Play-off-Runde warm

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Der SKG bekommt es am Samstag mit dem Tabellenletzten Krefeld zu tun.

HAMM - Am 18. und letzten Spieltag in der Rollhockey-Bundesliga empfängt der Double-Gewinner SK Germania Herringen am Samstag Schlusslicht HSV Krefeld (18 Uhr/Glückauf-Sporthalle).

Vor vier Wochen sah es noch so aus, als würde diese Partie mit darüber entscheiden, auf welcher Position die Germanen in die Play-offs starten. Doch nach zuletzt zwei Spieltagen mit perfekten Ergebnissen für den Titelverteidiger ist die Spannung verpufft.

Der SKG ist mit 41 Punkten Tabellenerster – und wird es selbst im Falle einer überraschenden Niederlage bleiben, denn Verfolger ERG Iserlohn (36) verspielte seine Chancen auf die Pole Position an den vergangenen zwei Wochenenden durch eine 3:4-Heimniederlage gegen den TuS Düsseldorf-Nord und ein 3:3-Remis beim RSC Darmstadt. Wahrscheinlicher als eine Abschluss-Niederlage vor eigenem Publikum ist ein weiterer Sieg für die erfolgshungrigen Gastgeber. 13 Mal gewannen sie in dieser Spielzeit bislang – am Samstag soll der 14. Sieg folgen. Das Hinspiel gewann die Mannschaft von Trainer Hans-Werner „Alfredo“ Meier in Krefeld mit 8:2 (7:0) – und das, obwohl sie erst am Tag zuvor in der European League gegen den HC Liceo angetreten war.

Ohne Druck, aber mit dem Ziel, einen weiteren klaren Sieg zu feiern, gehen die Herringer um Kapitän Lucas Karschau in die Partie und wollen gegen den Aufsteiger erneut ein temporeiches Match liefern. Genau das – eine offensive Partie vor heimischem Publikum – hat Coach Meier in der Vorbereitung auf die Begegnung am Samstag gefordert. Auch die Gäste aus dem Rheinland können Fünfe gerade sein lassen. Für sie ist der Kampf um einen Platz in der Play-off-Runde, für den sie den achten Rang hätten erreichen müssen, schon längst beendet. Auch können sie den zehnten und letzten Rang nicht mehr verlassen. Doch Sorgen, nach nur einem Jahr im Oberhaus wieder zurück in die 2. Liga zu müssen, haben sie nicht. Der Grund: Bei der Bundesliga-Tagung hat der Verband einer Aufstockung auf zwölf Mannschaften zugestimmt. Daher gibt es zur neuen Saison keinen Absteiger.

SKG-Trainer Meier hofft daher auf einen Gegner, der nicht nur versuchen wird, ein gutes Ergebnis zu erkämpfen, sondern auch ohne Scheu mitspielt. Für Meier steht die taktische Ausrichtung: von Beginn an den Zuschauern schnelles Angriffsspiel zeigen und mit einem deutlichen Erfolg das Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben weiter stärken. Bis auf Stefan Gürtler, der sich für eine Woche im Urlaub befindet, läuft Herringen zum Ausklang der regulären Meisterschaftsrunde in stärkster Besetzung auf.

Danach erwartet die durch die Duelle auf europäischer Ebene belasteten Herringer Spieler etwas Ungewöhnliches: ein spielfreies Wochenende. Die meisten zumindest, denn die Nationalspieler, die Karschau-Brüder Lucas und Kevin sowie Liam Hages und Robin Schulz, absolvieren über Ostern ein Turnier in Montreux (Schweiz). Am 11. April geht es im SKG-Trikot weiter mit dem Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Auch daraus lässt sich für den Samstag keine Spannung ziehen, denn der Gegner steht bereits fest. Es wird die IGR Remscheid um den ehemaligen und künftigen Herringer Luis Hages sein - mb

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