Herringer Rollhockey-Quartett greift zur EM-Medaille

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Die Herringer Lucas Karschau (links) und Liam Hages wollen bei der EM gemeinsam jubeln – dann im Deutschlandtrikot.

HAMM -  Sie haben mit dem SK Germania Herringen den Pokal gewonnen, die Deutsche Meisterschaft noch dazu – und jetzt wollen Liam Hages, Robin Schulz sowie Lucas und Kevin Karschau im Trikot der deutschen Nationalmannschaft ihre Traumsaison krönen: mit dem Gewinn einer Medaille bei der Rollhockey-EM in Madrid (14. bis 19. Juli).

„Wir wollen unter die besten Vier. Wenn es perfekt läuft, können wir Bronze holen. Das ist unser großes Ziel“, sagt Kapitän Kevin Karschau, für den die EM in Spanien das erste internationale Großturnier nach Jahren der freiwillgen Abwesenheit ist. Er wird in Madrid zum ersten Mal gemeinsam mit seinem Bruder in einer deutschen Auswahl antreten. „Ich freue mich total, dass wir jetzt endlich mal zusammen im Nationaltrikot spielen“, sagt Lucas Karschau.

Liam Hages gibt sich kurz vor der Abreise optimistisch: „Spanien und Portugal sind eine Nummer zu groß, obwohl die Spiele Bock machen und man viel lernt. Aber die anderen Teams sind in Reichweite.“ Hages war 2010 dabei, als das deutsche Team bei der Heim-EM in Wuppertal im Penaltyschießen gegen Frankreich um Haaresbreite Bronze verpasste. „Wir wollen Revanche“, sagt er.

Eine Premiere ist die EM für Robin Schulz: Er tritt zum erstmals bei einer großen internationalen Senioren-Meisterschaft an. „Robin ist ein überragender Spieler“, lobt Nationaltrainer Marc Berenbeck, der seit Anfang des Jahres im Amt ist. „Ich habe ihn gefragt, ob er mitspielt, denn ich habe seine Leistung von Frankreich nicht vergessen.“ Dort gewann die deutsche U 20 vor zwei Jahren Bronze – mit Berenbeck als Trainer sowie den Herringer Spielern Schulz und Timo Tegethoff.

Bronze bei den Herren zu holen wird eine schwierigere Aufgabe. An den Profis aus Spanien und Portugal ist kaum zu kratzen, doch dahinter könnte es eng werden. So eng, dass für die Deutschen der Medaillengewinn kein Tabu-Thema ist. „Wenn man die Ergebnisse der European League sieht, stellt man fest: Das deutsche Rollhockey ist nicht mehr Welten von der europäischen Spitze entfernt wie noch vor ein paar Jahren. Die großen finanziellen Mittel der Verbände in Südeuropa werden weniger, und in Deutschland wird auf allen Ebenen gut gearbeitet. Unser Ziel muss es sein, eine Medaille zu holen. Aber wir sind alle keine Träumer. Zwischen Platz drei und Platz sechs ist alles drin“, sagt Berenbeck.

Mehr dazu lesen Sie in der Dienstagausgabe des Westfälischen Anzeigers.

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