Herringer Quartett verliert zum EM-Auftakt

+
Der Herringer Lucas Karschau erzielte beim 2:9 gegen Spanien das zweite deutsche Tor.

ALCOBENDAS -  Fünf Minuten lang hieß es 0:0 – dann kam es wie erwartet: Die deutsche Rollhockey-Nationalmannschaft mit Liam Hages, Robin Schulz sowie Lucas und Kevin Karschau vom Double-Gewinner SKG Herringen verlor das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft gegen Gastgeber und Titelverteidiger Spanien mit 2:9 (1:5).

„Das Ergebnis war zu hoch, aber das ist nicht dramatisch. Spanien gehört nicht zu den Mannschaften, die wir schlagen müssen“, sagte Trainer Marc Berenbeck (Wuppertal). Die warten in den kommenden Tagen auf die Deutschen. Schon heute (18.30 Uhr) entscheidet sich in der Partie gegen Italien, ob sich der Traum von Bronze – es wäre die erste Medaille seit 1973 – erreichen lässt oder ob es fortan nur noch um das Minimalziel Platz vier geht. Die weiteren Spiele sind die gegen Mitfavorit Portugal (Donnerstag, 20 Uhr), Frankreich (Freitag, 18.30 Uhr) und die Schweiz (Samstag, 20.30 Uhr).

Ein fragwürdiger Penalty brachte die deutsche Auswahl gegen Spanien in Rückstand. „Diesen Sechser darf man nicht geben“, sagte Berenbeck, nachdem er sich die Situation am spielfreien Dienstag zusammen mit der Mannschaft mehrfach auf dem Bildschirm angesehen hatte. Keine halbe Minute nach dem 1:0 legten die Gastgeber das zweite Tor nach. „In dem Moment ist das Spiel gegen Spanien im Grunde gelaufen“, meinte Berenbeck.

Der Iserlohner Jorge Fonseca verkürzte nach einem einstudierten Spielzug über Vorbereiter Kevin Karschau auf 2:1 (13.), doch die deutsche Hoffnung währte nicht lange. Viele schnelle Ballverluste führten zu spanischen Angriffen und Toren. 1:5 stand es zur Pause und 1:8 (30.) nicht lange nach Wiederanpfiff (30.). Lucas Karschau verkürzte per Penalty nach Spaniens zehntem Teamfoul auf 2:8 (39.). Endstand war 2:9. „Wir wussten, dass wir nichts zu verlieren haben. Traurig ist hier keiner“, sagte Lucas Karschau, der mit Team und Delegation in einem Haus untergebracht ist, das rund 45 Busminuten vom Austragungsort Alcobendas vor den Toren Madrids entfernt ist. Bis sie es am Samstag per Bus von Iserlohn aus erreicht hatten, vergingen 24 Stunden. „Der Stau in Paris war heftig“, sagte Lucas Karschau. - sst

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare