Nach 1:2-Pleite in Cronenberg

SKG-Coach Meier kritisiert Einstellung seiner Spieler

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Wenig erfreut war SKG-Trainer „Alfredo“ Meier über den Auftritt seiner Mannschaft in Cronenberg.

HAMM - Die letzte Ligapleite vor dem 1:2 beim RSC Cronenberg am letzten Samstag? Das war am 5. April 2014 beim 2:3 in Iserlohn. Und nur ein Treffer für den ansonsten so torhungrigen Angriff des Rollhockey-Bundesligisten SK Germania Herringen? Passiert: am 3. Mai 2014 beim knappen 1:0-Sieg im ersten Play-off-Spiel in Walsum.

Von Patrick Droste

„Das ist lange her und war vor meiner Zeit als Trainer in Herringen“, sagt ein sichtlich verärgerter Coach Hans-Werner „Alfredo“ Meier – und fügt hinzu: „Dabei hatten wir uns doch vorgenommen, ohne Niederlage durch die Saison zu gehen.“ Dass es am Samstag nicht rund laufen würde, das meinte der erfahrene Trainer schon vor dem Anpfiff gemerkt zu haben.

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Denn anders als bei den Heimspielen, wo die Mannschaft nach der Treffpunktzeit immer schnell Richtung Kabine verschwindet, sich umzieht und anschließend warmläuft, „kamen die Jungs in Cronenberg gemütlich und gemächlich an der Halle an. Und ich musste sie aufmuntern, damit sie sich umziehen“, beklagte Meier.

Er sah die seiner Meinung nach zu lasche Einstellung wenig später auf dem Feld bestätigt: „All das, was man bringen muss, um ein Spiel zu gewinnen, hat gefehlt.“

Irgendwie war diese Niederlage für mich absehbar

So bemängelte der Coach, dass seine Mannschaft keine Aggressivität gezeigt, dass das Umschaltspiel nicht funktioniert („Das ist sonst eine Spezialität von uns“), dass er in der Geschwindigkeit keine Variationen gesehen, dass es in der Offensive keine Kreuzen gegeben habe. Dass keine Blöcke gestellt worden seien und dass jeder versucht habe, aufs Tor zu „ballern. Das reicht nicht, um gegen Cronenberg zu gewinnen“, so Meier.

Dabei hatte er in der Pause und auch während der Time-outs immer wieder auf diese Fehler hingewiesen. „doch es hat nichts gefruchtet. Wir werden darüber am Dienstag beim Training intensiv reden. Aber irgendwie war diese Niederlage für mich absehbar.“

Zum einen sieht sich Meier in der Meinung bestätigt, dass der SKG auswärts nicht so stark und nicht so dominierend agiert wie in den Heimspielen. „Vor den eigenen Fans geben die Jungs sofort Vollgas und zeigen dieses Selbstvertrauen, dass sie das Ding schon schaukeln werden. In fremden Hallen lassen sie es eben ein bisschen gemütlicher angehen“, stellt der Coach klar.

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Zum anderen hat der erfahrene Trainer aber auch während der Übungseinheiten feststellen müssen, dass einige Akteure in den Zweikämpfen die nötige Einsatzbereitschaft vermissen lassen.

„Wenn man in solchen Situationen im Training nicht voll durchzieht und nicht intensiv zur Sache geht, als wenn es ein Spiel wäre, kann man es im Ernstfall auch nicht machen. Das muss sich radikal ändern“, betont Meier und hat dabei noch zahlreiche Szenen aus der Partie in Cronenberg vor Augen, wo seine Schützlingen viel zu passiv agierten und sich den Schneid abkaufen ließen. „Vor allem an der Bande war der Gegner viel giftiger und bissiger.“

Wir wollen wieder eine neue Siegesserie starten

Mit dem Gespräch während des Trainings soll die Partie in Cronenberg aber abgehakt sein. „Wir werden das ansprechen, was es zu verbessern gibt. Und danach schauen wir auf den nächsten Samstag, denn gegen Iserlohn wollen wir auf jeden Fall gewinnen und wieder eine neue Siegesserie starten“, erklärt Meier.

Der Trainer wagt sogar einen Blick in Richtung Play-offs: „Bislang ist das ja alles nur Vorgeplänkel. Wir wollen jetzt schon mal langsam in Schwung kommen, mit Platz eins für eine gute Ausgangslage sorgen und in den entscheidenden Spielen dann bereit sein.“

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