Fußball

Für Herringens neuen Torwart Marco Behrend gilt: "Ein Mann, ein Wort"

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Marco Behrend greift künftig beim SVF Herringen in der Kreisliga A nach den Bällen.

Keeper Marco Behrend spricht über seinen Wechsel von Landesligist TuS Wiescherhöfen zu A-Ligist SVF Herringen - und stellt klar, wieso er bei seinem Wort geblieben ist.

Fußball-A-Ligist SVF Herringen verzeichnet bei der Kaderplanung für die kommende Saison große Fortschritte – trotz der Corona-Krise. Besonders gerne bedienen sich die Herringer aktuell beim Landesligisten TuS Wiescherhöfen. Neben Eduard Lorengel und Philipp Hayduk wird nun auch Torhüter Marco Behrend den Gang an die Schachtstraße antreten. Sebastian Jakob sprach mit dem Keeper, der auch bereits für die SpVg aus Bönen in der Kreisliga A aktiv war.

Herr Behrend, wie kam es zu diesem Wechsel und seit wann stehen Sie mit dem SVF in Kontakt?

Zunächst ist es mir wichtig zu betonen, dass ich meinem ehemaligen Sportlichen Leiter, Jamal Abbi, schon Anfang März Informationen über die Situation gegeben habe. Dass es erst jetzt zur Zusage beim SVF kam, lag an der Veränderung des Trainerteams beim TuS, die mich nochmal ins Grübeln brachte. Jan-Philipp Faros ist ein guter Freund von mir und Herringens Trainer Sven Pahnreck kenne ich schon aus unserer gemeinsamen Zeit bei der Hammer SpVg. Jan-Philipp und ich standen im ständigen Austausch und Anfang dieses Jahres kam dann die Anfrage vom SVF. Meine aktuell persönliche Lage spielte bei dieser Entscheidung eine entscheidende Rolle. Da ich durch meinen Bau zeitlich stärker eingebunden sein werde und dem zeitlichen Aufwand in der Landesliga nicht mehr gerecht werden könnte, habe ich mich entschlossen, ein wenig kürzer zu treten.

Was sind Ihre Pläne und Ziele mit dem SVF?

Meine persönlichen Ziele sind in erster Linie, gesund zu bleiben und eine verletzungsfreie Saison zu spielen. Auch wenn ich kürzer treten möchte, sind meine Ansprüche in keiner Weise gesunken. Die Verantwortlichen in Herringen haben einen sehr guten Kader mit bisherigen Leistungsträgern, Neuzugängen aus höheren Ligen sowie jungen und talentierten Spielern zusammengestellt. Ohne überheblich wirken zu wollen, muss unser Ziel sein, ganz oben in der Tabelle anzugreifen. Die Verantwortlichen haben ihre Hausaufgaben erledigt, sodass nun wir als Truppe schnell zueinander finden müssen.

Mit welchen Gefühlen verlassen Sie ihren Ex-Klub, der weiterhin in der Landesliga aktiv sein darf?

Das neue Trainerteam, bestehend aus Thorsten Heinze und Dominik Degelmann, hat mir die Entscheidung schwerer gemacht. Aber nachdem ich dem SVF schon zuvor meine Zusage erteilt hatte, zählt für mich ganz klar folgendes Motto: „Ein Mann, ein Wort.“ Eine Änderung hätte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren können. Dennoch fällt mir der Abschied nach fünf überragenden Jahren mehr als schwer. Ich wünsche dem gesamten Klub, bei dem ich seit meinem vierten Lebensjahr Mitglied bin und es auch bleiben werde, alles Gute.

Wem trauen Sie in der A-Liga noch einiges zu?

Ich habe immer wieder mal ein Spiel von meinem ehemaligen Verein SpVg Bönen angeschaut. Ich rechne mit den üblichen Verdächtigen wie VfL Mark, Eintracht Werne, Hammer SC, SpVg Bönen oder auch FC Overberge. In erster Linie müssen wir aber einzig und allein auf uns schauen. Ich freue mich sehr auf spannende Nachbarschaftsduelle, die mir in der Landesliga schon ein wenig gefehlt haben.

Wie sehr fehlen Ihnen während der Corona-Krise die sportlichen, aber auch zwischenmenschlichen Komponenten des Fußballs?

Dieses ständige Einzeltraining bietet mittlerweile keine Erfüllung mehr. Mir fehlt das Teamtraining sowie das einzigartige Kabinenleben mit den Jungs. Ich hoffe sehr, dass es bald wieder losgehen kann und wir auf dem Platz gemeinsam arbeiten können. Zudem würde ich gerne mit meiner alten Mannschaft den Klassenerhalt feiern.

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