SKG Herringen will Spaniens Vizemeister Liceo ärgern

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Das Hinspiel beim spanischen Vizemeister HC Liceo verpasste Herringens Kevin Karschau (rechts); am Samstag wird er jedoch dabei sein.

HAMM -  Um das Weiterkommen geht es nicht mehr für die Rollhockey-Spieler des SK Germania Herringen. Doch wenn sie am Samstag (18 Uhr) in der Glückauf-Sporthalle den siebenmaligen spanischen Meister und klaren Favoriten HC Liceo zum vorerst letzten Heimspiel in der European League empfangen, lässt sich dieser eine Gedanke nicht ganz aus den Köpfen der Akteure vertreiben: der Gedanke an den ersten Sieg der Vereinshistorie in der europäischen Königsklasse.

Trainer-Routinier Hans-Werner Meier schiebt die Möglichkeit einer weiteren Herringer Sternstunde allerdings von sich. „Wir treten gegen den Zweiten der spanischen Liga an, eine Mannschaft, die mit Top-Spielern gespickt ist. Von einem Sieg zu sprechen, ist utopisch. Aber wir wollen ein gutes Spiel zeigen. Es gibt nichts Größeres, als gegen ein solches Spitzenteam zu spielen. Das macht Spaß. Und den sollen die Spieler auch zeigen“, sagt Meier.

„Ich will im Vorfeld gar nicht viel Wert darauf legen, was die einzelnen Spieler von Liceo besser können als wir. Wir wollen mit dem Superpublikum im Rücken unsere Schnelligkeit, Stocksicherheit und unser blindes Verständnis ausspielen. Und wer weiß? Überraschungen sind immer möglich.“

Eine solche wäre den Herringern fast im Hinspiel gelungen. Mit einem beherzten Auftritt ärgerten sie die Vollprofis aus La Coruna, hielten auswärts auch ohne Leistungsträger Kevin Karschau bis zur 35. Minute ein 4:4, ehe die Kräfte nachließen. Am Ende hieß es 5:9 aus Sicht des SKG, doch den Respekt der Gastgeber hatten sich die Herringer damit mehr als verdient. Liceo wird sich an diese Partie erinnern, wenn sie am Freitag in Deutschland landen und am Abend zum ersten Training in der Glückauf-Halle auftauchen (19 Uhr).

So zumindest sieht es der offizielle Zeitplan vor. Ob es auch so kommt, weiß selbst SKG-Vorsitzender und Cheforganisator Michael Brandt nicht. Ihm war gestern nicht einmal bekannt, wo die Spanier schlafen werden. Die Reservierungen, die er vorsorglich im Mercure-Hotel vorgenommen hatte, hat er storniert, weil sich der Klub von der spanischen Atlantikküste nicht gemeldet hat. „Ich vermute mal, dass Spieler und Delegation in Flughafen-Nähe bleiben und nur zu Training und Spiel anreisen. Der Verein hat die Organisation selbst übernommen“, sagt Brandt. Dass es kaum Kontakt gab, bedauert er einerseits, andererseits verringert es seine Arbeitslast deutlich.

Der in den vergangenen Monaten von Rückenbeschwerden geplagte Philipp Michler hat in dieser Woche erstmals wieder schmerzfrei trainiert und steht im Kader. Darin fehlt weiterhin Dominik Brandt, der nach einer zweiten Operation am Daumen noch zwei bis vier Wochen lang ausfallen wird. - sst

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