Herringen verliert 0:3 gegen Hilbeck

HAMM - „Wenn wir in der Mannschaft nicht die Eitelkeiten abstellen, dann steigen wir ab“, sagte ein frustrierter Herringer Trainer Ralph Oberdiek nach der 0:3 (0:3)-Heimniederlage des SVF gegen den Tabellendritten SV Hilbeck. „Ich werde mir das noch nächste Woche in Ahlen ansehen und dann entscheiden, wie es weitergeht.“

Nach einem ordentlichen Start und einer Kopfballchance durch Lukas Hulboj (3.) verloren die Gastgeber immer mehr den Faden. Zwar hatte der SV Fortuna nach einer Viertelstunde noch eine Doppelchance durch Marius Michler und Marvin Nuß, doch Hilbeck nutzte den direkten Gegenzug, um durch einen platzierten Abschluss von Philipp Sterthoff in Führung zu gehen.

Fortan übernahm der SV Hilbeck das Kommando an der Schachtstraße, kombinierte gefällig im Mittelfeld und gewann die überwiegende Anzahl der Zweikämpfe. Herringen fand keine Möglichkeiten, um das Mittelfeld spielerisch zu überbrücken. Deswegen wurden die Bälle meist lang und ohne Konzept nach vorne geschlagen, wo Thomas Wilczek sie irgendwie verarbeiten sollte. Doch der SVF-Stürmer war meist allein auf weiter Flur und gegen zwei bis drei Gegenspieler chancenlos.

Nach einem Foul von Lukas Hulboj an Andreas Neumann entschied der gute Unparteiische Markus Holtmann (Ascheberg) auf Elfmeter. Daniel Diers trat an, scheiterte jedoch zuerst an Herringens Schlussmann Marko Zielinski und im Nachschuss am Pfosten (17.). Besser machte es kurz darauf Philipp Sterthoff, der im Strafraum angespielt wurde, sich um Jan-Philipp Faros drehte und aus rund zwölf Metern zum 0:2 traf (25.).

Nur zwei Minuten später machte Sterthoff einen lupenreinen Hattrick perfekt. Erneut gelang es der Herringer Verteidigung nicht, den quirligen Andreas Neumann auf der linken Seite zu stoppen. Dieser legte uneigennützig quer, und Sterthoff musste das Leder nur noch zum 0:3 ins leere Tor einschießen. „Nach dem 0:1-Rückstand stehen wir taktisch völlig falsch, nehmen keine Zweikämpfe an und stecken den Kopf in den Sand“, ärgerte sich Ralph Oberdiek. „Das war eine desolate Leistung der gesamten Mannschaft, eine reine Enttäuschung.“

Zweite Halbzeit wie ein Freundschaftsspiel

Bereits während der zweiten Halbzeit verließen viele der 150 Zuschauer die Platzanlage. Herringen wirkte nun zwar bemühter, doch im Angriff fehlten Präzision und Durchschlagskraft. Auch ließ der SVF erneut den letzten Biss vermissen, um sich als Mannschaft gegen die Niederlage zu stemmen und der Partie noch eine Wendung zu geben. So schaltete Hilbeck einen Gang zurück, kontrollierte problemlos die Begegnung und kam bei Kontern zu Gelegenheiten durch Andreas Neumann (52.), Philipp Sterthoff (63.) und Lino Köhler (76.). Erst kurz vor Schluss hatte Herringen durch Thomas Wilczek die große Chance zum Ehrentreffer, doch sein Heber ging nicht nur über SV-Keeper Fabian Golisch sondern auch neben das Tor (87.). „Wären wir in Führung gegangen, wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen“, bilanzierte Oberdiek. „Aber so war die zweite Halbzeit wie ein Freundschaftsspiel und Hilbeck hat das einfach runtergespielt.“ - St

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