SKG Herringen greift nach dem Double

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Gespannte Erwartung vor dem Endspiel auf der Herringer Bank (von links): Norbert Hages, Stefan Gürtler, Nils Halfmann, Justin Klein und Marcel Stork.

HAMM -  Wer am Samstag in der Annahme in die Herringer Glückauf-Halle kommt, dass das Finale um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft bereits entschieden ist und es nur noch um die Höhe des Sieges des SK Germania Herringen gegen den RSC Cronenberg geht, dürfte ein wenig zu optimistisch sein. Auch nach dem deutlichen 9:2-Auswärtserfolg der Germanen aus dem Hinspiel haben sich die Gäste keinesfalls aufgegeben.

Wer noch einen Beweis braucht: Die Wuppertaler haben im Vorverkauf gleich 120 Karten geordert und werden mit zwei Fanbussen anreisen.

Allerdings werden die Gastgeber in Sachen Kulisse naturgemäß die Oberhand behalten.

Schließlich ist es das Spiel des Jahres, das es zu verfolgen gilt – die Partie, mit der die Germanen aus einer sehr guten Saison eine überragende machen können. Und keiner der Herringer Spieler will die Chance, das erste Double der Vereinsgeschichte perfekt zu machen, noch leichtfertig vergeben. „Die wollen den Sack jetzt zumachen“, sagt Brandt. „Und das nach Möglichkeit bereits mit dem ersten Matchball.“ Denn nur im Fall einer Niederlage am Samstag käme es am Sonntag (15.30 Uhr/Glückauf-Halle) zu einer entscheidenden dritten Partie um die Deutsche Meisterschaft.

Die besseren Voraussetzungen haben sich die Germanen mit dem 9:2-Erfolg in Cronenberg vor einer Woche erarbeitet. „Glücklicherweise haben wir damit das 1:0 gemacht“, sagt Brandt. „Auch wenn es zu Beginn der zweiten Halbzeit noch einmal eng wurde. Aber man hat gesehen, dass sich unsere Mannschaft nicht aus dem Konzept hat bringen lassen und das Spiel durch einen Doppelschlag dann endgültig entschieden hat. Durch unsere schnellen Leute waren wir einfach das bessere Team – auch dank der Erfahrung aus den vielen internationalen Aufgaben in dieser Saison.“

Das müssen sie im Rückspiel allerdings genauso hinbekommen, denn anders als im Pokal zählen die Tore aus dem ersten Vergleich nicht. Wer am Ende der 50 Minuten, der Golden-Goal-Verlängerung oder des Penaltyschießens einen Treffer mehr erzielt hat, gewinnt. „Aber wir haben uns durch den Sieg in Cronenberg eine optmimale Ausgangsposition erarbeitet, auch wenn es noch einmal schwierig wird“, ist Brandt zuversichtlich.

Die Germanen sind bestens vorbereitet, haben noch einmal volle Konzentration in die Trainingswoche gelegt. „Alle, die in Wechselschicht arbeiten, haben es hinbekommen, frei oder Frühdienst zu haben“, so Brandt. „Und größere Blessuren gab es nach dem Hinspiel auch nicht.“ Nur der fünffache Torschütze Lucas Karschau, der im Wuppertaler Vorort einen Schlag gegen den Kopf bekommen hatte, klagte über ein zugeschwollenes Auge. „Das hat sich mittlerweile aber auch so weit wieder gebessert, dass es ihn nicht mehr stören dürfte“, signalisiert der Vorsitzende des SKG Entwarnung und versichert: „Wir sind recht zuversichtlich, dass wir uns die Meisterschaft sichern werden – ohne jedoch dabei abzuheben. - güna

Auf WA.de gibt es am Samtag ab 18 Uhr einen Live-Ticker zum Rollhockey-Finale. Am Sonntagmorgen wird ein Video von der Partie online gestellt. Auch ein mögliches drittes Spiel am Sonntag (15.30 Uhr) würde per Live-Ticker übertragen.

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