SKG Herringen gegen Schlusslicht Recklinghausen klar favorisiert

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Stefan Gürtler will mit dem SKG Herringen den Bundesliga-Spitzenplatz sichern.

Hamm - Was vor wenigen Wochen kaum mehr möglich schien, ist nun zum Greifen nah: Mit einem Heimsieg am Samstag gegen den Tabellenletzten RHC Recklinghausen (18 Uhr/Glückauf-Sporthalle) können sich die Rollhockey-Spieler des SK Germania Herringen den ersten Platz des Bundesliga-Abschlussklassements und damit den Heimspiel-Vorteil in den Play-offs sichern.

„Wir wollen nicht überheblich sein, aber als Spitzenreiter müssen wir gegen das Schlusslicht gewinnen“, sagt Trainer Hans-Werner Meier vor der letzten Partie seines Teams in der regulären Runde.

Bei einem Sieg der am letzten Spieltag freien Herringer könnten die zuletzt schwächelnden Verfolger ERG Iserlohn und RESG Walsum bestenfalls nach Punkten aufschließen, doch in diesem Fall würde die Tordifferenz (gegenüber Iserlohn) beziehungsweise der direkte Vergleich (gegenüber Walsum) für die Germanen sprechen. „Die Ausgangssituation ist durch die Ausrutscher unserer Konkurrenten ideal. Wir brauchen drei Punkte. Dafür reicht ein einfacher Sieg gegen Recklinghausen. Wir werden die Partie mit dem nötigen Ernst angehen“, betont Meier.

Die personellen Voraussetzungen sind bestens. Alle Herringer Spieler sind einsatzbereit. Als zweiter Torwart neben Timo Tegethoff wird Michael Bauckloh im Kader stehen; Joka Ferreira bleibt an diesem Wochenende in seiner Heimat Portugal. Wichtig ist die Partie gegen Recklinghausen nicht nur für das gesamte Team, sondern auch für Liam Hages, für den nach seiner langen Verletzungspause aufgrund einer Schulter-Operation jede Minute Spielpraxis vor den Play-offs zählt. „Man merkt es unserem Spiel an, dass Liam wieder dabei. Er steigert sich von Mal zu Mal“, sagt der SKG-Vorsitzende Michael Brandt.

Zu befürchten haben die Herringer am Samstag nicht allzu viel – zumindest dann, wenn man die Tabelle als Maßstab heranzieht. Der SKG ist mit 142 Treffern die Tormaschine der Liga, Recklinghausen mit 144 Gegentoren die Schießbude. In der Offensive schlägt sich das junge Team aus dem nördlichen Ruhrgebiet bei einem Schnitt von gut vier Treffern pro Partie dagegen nicht schlecht. „Die RHC-Jungs sind vorne nicht ungefährlich“, warnt Meier, „aber in der Rückwärtsbewegung haben sie Defizite.“

Für den SKG-Coach wird es ein Wiedersehen mit Spielern geben, die er einst in der NRW-Auswahl und im U 17-Nationalteam betreute. „Ich beobachte ihre Entwicklung. Es sind gute, junge Leute, aber sie kommen im Moment offenbar keinen Schritt weiter. Das ist schade“, sagt Meier. Um ihre Zukunft in der 1. Bundesliga müssen sie sich trotz der mageren Bilanz von nur zwei Siegen und einem Remis in den bisherigen 18 Partien keine Gedanken machen, denn das Oberhaus wird zur neuen Saison auf zwölf Teams aufgestockt. Um den letzten Platz kämpfen die Zweitligisten I.S.O. Remscheid, Moskitos Wuppertal und der VfL Hüls.

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