SKG Herringen als Favorit nach Walsum

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Maurice Michler fehlt dem SK Germania Herringen am Samstag in Walsum.

HAMM - Nach dem starken Auftritt in der Glückauf-Sporthalle am vergangenen Samstag gegen den RSC Cronenberg – immerhin Mitfavorit auf den Meistertitel in der Rollhockey-Bundesliga – fahren die Spieler des SK Germania Herringen mit breiter Brust am Samstag zum Auswärtsspiel beim Rekordmeister RESG Walsum (15.30 Uhr).

Mit dem 6:3-Sieg eroberten die Spieler um Kapitän Lucas Karschau die Tabellenführung in der Bundesliga zurück. Nach dem Abpfiff in der Walsumer Sporthalle soll sich daran auch nichts ändern. Mit einem Sieg wollen die Herringer dann ihr Punktekonto auf 34 Zähler ausbauen und die Spitzenposition verteidigen.

Am Sonntag hat allerdings der Vizemeister ERG Iserlohn die Chance, an den Germanen vorbeizuziehen. Die Sauerländer sitzen den Herringern derzeit mit 29 Punkten und einem absolvierten Spiel weniger im Nacken, haben am Wochenende aber gleich zwei Begegnungen auf ihrem Plan. Beide Male muss Iserlohn auswärts antreten – am Samstag beim TuS Düsseldorf Nord und am Sonntag bei der IGR Remscheid. Sollte der Vizemeister beide Partien für sich entscheiden, dann würde er die Germanen an der Tabellenspitze vorerst wieder ablösen. Doch im Herringer Lager hofft man auf einen Ausrutscher der Iserlohner.

Unabhängig vom Geschehen in den anderen Hallen legt Germanen-Trainer Detlef Schulz den Fokus auf die eigene Aufgabe. In der Bundesliga steht erst der 14. Spieltag an und bis zum Ende der Runde ist in der Liga ist noch einiges möglich – zumal im April auch noch das direkte Duell mit Iserlohn auf der Herringer Agenda steht.

Der SKG-Coach sieht sein Team in Walsum in der Favoritenrolle. „Der Gegner spielt in eigener Halle sehr offensiv auf, sucht über ein druckvolles Angriffsspiel den schnellen Abschluss“, zeigt Schulz zwar Respekt, gibt aber auch gleich vor, wie die Gastgeber zu knacken sind. „Wir wollen in der Defensive sicher stehen, uns über eine aggressive Abwehrarbeit die Bälle erobern und über unser schnelles Konterspiel die Tore erzielen.“

Walsum holte 13 seiner bisher 14 Zähler in eigener Halle, ging allerdings dreimal als Verlierer vom Feld. Auch ihren vergangenen Heimauftritt gegen die IGR Remscheid gewann die Mannschaft nicht. 2:6 hieß es am Ende – vornehmlich, weil mit Pedro Queirós und Flavio da Silva nach ihren Roten Karten aus der vorangegangenen 2:9-Niederlage in Cronenberg gesperrt waren. Eine Schiedsrichter-Entscheidung, die die Walsumer noch heute nachhaltig wurmt, hatte doch aus ihrer Sicht Queirós den Unparteiischen versehentlich umgefahren und da Silva diesesn anschließend „zur Rede gestellt“. beide werden gegen den SK Germania ebenfalls fehlen – sicher ein großer Vorteil für die Gäste.

In der Vorbereitung auf die wichtige Auswärtspartie stand Schulz der komplette Kader zur Verfügung. Zum Anstoß laufen die Herringer mit einer Ausnahme in stärkster Besetzung auf – Torhüter Maurice Michler wird fehlen. Der Herringer Keeper kann aus beruflichen Gründen die Fahrt nach Duisburg nicht antreten. Neben der gesetzten Nummer eins, Timo Tegethoff, steht daher als zweiter Torwart Michael Bauckloh bereit. Der Ersatzkeeper kam vor drei Jahren vom TuS Düsseldorf Nord zu den Germanen und steht den Herringern bei einem Ausfall der Stammtorhütern zur Verfügung. - mb/WA

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