Herringen erwartet Cronenberg zum Bundesliga-Gipfel

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Kampf um die besten Play-off-Plätze: Kevin Karschau empfängt mit dem SKG Herringen Spitzenreiter Cronenberg.

HAMM -  Nach dem Ende der Festwochen in der European League wartet auf den deutschen Rollhockey-Meister SK Germania Herringen der Endspurt in der Bundesliga. Bis zum Beginn der Play-offs trifft der Titelverteidiger und derzeitige Tabellenzweite daheim noch auf Klassenprimus Cronenberg, Calenberg und Remscheid, zudem muss das Team noch in Walsum, Darmstadt und Iserlohn antreten.

Vor dem 13. Spieltag ist die Situation an der Tabellenspitze enorm spannend. Cronenberg führt das Feld mit 29 Zählern an, die Germanen (28) sind den Wuppertalern dicht auf den Fersen. Somit ist das Duell zwischen den beiden Top-Teams am Samstag (18 Uhr) in der Glückauf-Sporthalle ein echtes Gipfeltreffen, in dem die Herringer alles unternehmen wollen, um den RSC nicht enteilen zu lassen. Beiden Teams im Nacken sitzt zudem die ERG Iserlohn, die als Dritter 26 Punkte aufweist, aber eine Partie weniger absolviert hat. Darmstadt (23) und Remscheid (20) auf den Plätzen vier und fünf hoffen auf den einen oder anderen Punktverlust der drei Spitzenteams und Titelfavoriten, um sich für den nachfolgende Finalrunde eine gute Ausgangsposition zu schaffen.

Nach dem internationalen Auftritt der Germanen am vergangenen Wochenende in Viareggio zeigte sich Detlef Schulz bei der ersten Trainingseinheit mit Blick auf das Spitzenspiel recht entspannt. Dem Coach stand zur Vorbereitung das komplette Aufgebot zur Verfügung. „Der Kader ist eng“, betont Schulz. Daher sei es von besonderer Bedeutung, „dass alle Spieler fit in das wichtige Duell um die Tabellenführung gehen können“. Das sah im Hinspiel in Cronenberg noch anders aus. Damals fehlte Liam Hages krankheitsbedingt, und Stefan Gürtler stand erstmals nach seiner Knie-OP wieder im Kader. Trotz der widrigen Voraussetzungen präsentierten sich die Herringer bei den heimstarken Wuppertalern in blendender Verfassung und holten ein 4:4 – für den Vorsitzenden Michael Brandt rückblickend „ein ganz wichtiger Zähler“.

Auch am Samstag dürfte die Zuschauer wieder ein Duell auf Augenhöhe erwarten. Die Gäste aus dem Bergischen Land sind in der Meisterschaft allerdings auf Erfolgskurs, sind seit fünf Partien ungeschlagen und fuhren mit 15 Zählern die maximale Ausbeute ein. Am vergangenen Wochenende übernahm der RSC durch den 9:2-Heimsieg gegen die RESG Walsum zum ersten Mal in der laufenden Saison die Tabellenführung.

Entscheidenden Anteil daran hatte Neuzugang Jordi Molet. Der Spanier kam zum Saisonstart nach Cronenberg und hat sich nach einer schwachen Hinrunde mittlerweile zur zentralen Figur beim RSC entwickelt. Er hat als Spielgestalter die Führungsrolle im Team des Spitzenreiters übernommen und ist mit elf Treffern zudem der torgefährlichste Spieler in den Reihen der Gäste. Dennoch sieht Germanen-Trainer Detlef Schulz sein Team im Gipfeltreffen in der Favoritenrolle. - mb

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