SKG Herringen vor dem Einzug ins DM-Finale

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Auf Kurs Finale: Robin Schulz (links) will mit dem SKG Herringen den Heimvorteil gegen die IGR Remscheid nutzen.

HAMM - Der erneute Einzug ins Finale um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft ist für den Titelverteidiger SK Germania Herringen zum Greifen nah. Mit einem klaren 10:4-Sieg im ersten Halbfinale bei der IGR Remscheid haben die Herringer die Voraussetzungen dafür geschaffen, um bereits am Samstag (18 Uhr) in der eigenen Glückauf-Sporthalle in die Endspiele gegen ERG Iserlohn oder RSC Cronenberg einzuziehen.

Nach der überzeugenden Leistung der Germanen am vergangenen Samstag in Remscheid zweifeln nur die größten SKG-Pessimisten daran, dass sich die Mannschaft von Trainer Detlef Schulz vor eigenem Publikum durchsetzen wird – wenn nicht bereits am Samstag, dann spätestens am Sonntag (15.30 Uhr) in einem möglichen Entscheidungsspiel, das ebenfalls in der Glückauf-Halle angepfiffen würde. Das andere Semifinale zwischen RSC Cronenberg und ERG Iserlohn erscheint offener. Im ersten Duell nutzte der leichte Außenseiter Cronenberg seinen Heimvorteil und gewann mit 6:5. Damit steht Vizemeister Iserlohn am Samstag unter Druck. Nur über einen Sieg im zweiten Spiel können die Sauerländer noch den Einzug ins Finale schaffen.

Germanen-Trainer Detlef Schulz startete in die Vorbereitung auf das Rückspiel gegen Remscheid mit angezogener Handbremse. Nachdem am Samstag in der Remscheider Sporthalle der Gastgeber in der Schlussphase, obwohl das Match bereits klar entschieden war, übertrieben in die Zweikämpfe gegangen war, standen dem SKG-Coach bei der ersten Trainingseinheit nicht alle Stammspieler zur Verfügung. Ernsthaft verletzt hat sich jedoch keiner. Zum Abschlusstraining am Donnerstag waren wieder alle Akteure auf dem Feld. Am Samstag laufen die Herringer in stärkster Besetzung auf.

Die Ausgangsposition ist ideal: „Die Remscheider stehen mit dem Rücken zur Wand. Trotz des Heimvorteils haben sie im ersten Spiel nicht versucht, das Match über eine offensive Aufstellung für sich zu entscheiden. Sie haben auf Fehler in unserem Aufbauspiel gelauert, um über Konter zum Erfolg zu kommen“, sagte SKG-Trainer Schulz. „Unser Team hat nur in der Anfangsphase einige Lücken in der Abwehr zugelassen. Mit laufender Spielzeit haben wir das Match bestimmt.“

Trotz des letztlich souveränen Auswärtserfolges warnt Schulz seine Spieler davor, den Gegner zu unterschätzen. Die IGR Remscheid ist angeschlagen, hat in der Glückauf-Sporthalle aber nichts mehr zu verlieren. Der SKG-Coach rechnet mit einem spielerisch besseren Halbfinale als in Remscheid. Der Grund: Die Gäste müssen offensiver zu Werke gehen, wenn die Begegung nicht ihre letzte der Saison sein soll. Und damit werden die Herringer größere Räume bekommen, um ihr Angriffsspiel aufzuziehen.

Auch in der vergangenen Spielzeit standen sich beide Vereine im DM-Halbfinale gegenüber. Der SKG gewann damals ebenfalls das erste Spiel in Remscheid, kassierte aber im zweiten Match eine Niederlage und zog erst nach einem Erfolg in der dritten Partie in die Endspiele ein. So spannend wollen es die Herringer diesmal auf keinen Fall machen. Schon am Samstag will das Team um Kapitän Lucas Karschau die Fahrkarte für das Duell gegen ERG Iserlohn oder RSC Cronenberg lösen. - mb

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