SKG Herringen in Darmstadt vor hoher Pokalhürde

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Ziel Pokalfinale: Kevin Karschau (links) reist mit dem SKG Herringen zum RSC Darmstadt.

Hamm - Das Ziel ist klar: Die Rollhockeyspieler des SKG Herringen wollen wie in den vergangenen Jahren dabei sein, wenn es ganz am Ende einer langen Saison um den Gewinn des DRIV-Pokals und der Deutschen Meisterschaft geht. Am Samstag (15.30 Uhr) können sie zumindest schon den Einzug ins Pokalfinale perfekt machen. Doch vor ihnen baut sich eine hohe Hürde auf: der RSC Darmstadt.

„Das ist ein ganz unangenehmer Gegner“, sagt SKG-Trainer Hans-Werner Meier vor der Auswärtspartie. „In Darmstadt haben wir uns immer sehr schwer getan, auch wenn die letzten Ergebnisse positiv ausgefallen sind.“ Doch was gestern war, muss nicht morgen sein. Das gilt ganz besonders im Falle der schwer auszurechnenden Südhessen. „Mal spielen sie supergut, das nächste Mal erkennt man sie kaum wieder“, sagt Meier, der das Team seines Trainerkollegen Hugo Gaidao am letzten Spieltag der regulären Meisterschaftsrunde beobachtete. Bei der 4:5-Niederlage gegen den RSC Cronenberg zeigte der Bundesliga-Fünfte innerhalb von 50 Minuten zwei Gesichter: Vor der Pause hopp, danach top. „Der RSC verfügt über exzellente Spieler. Er müsste in der Tabelle eigentlich weiter oben stehen“, so Meier.

Die personelle Lage macht die Aufgabe für den SK Germania nicht angenehmer. Liam Hages ist wegen einer Bauchmuskelverletzung weiter fraglich, zudem zog sich sein Cousin Luis am vergangenen Sonntag in der zweiten Mannschaft eine Blessur zu. Sein Einsatz ist ebenso ungewiss wie der von Justin Klein und Marcel Stork. Der SKG wird also wie am vergangenen Wochenende wohl nur mit einem schmalen Kader antreten. Beim 13:3-Erfolg gegen den SC Bison Calenberg in der ersten von maximal drei Viertelfinalpartien um die Deutsche Meisterschaft reichte das. Darmstadt verlor sein erstes Play-off-Spiel gegen Düsseldorf-Nord mit 3:4 durch Golden Goal.

Herringen wird auf topmotivierte Darmstädter treffen. Ziehen sie ins Pokalendspiel ein, haben sie nicht nur – wie der SKG als Bundesliga-Erster bereits jetzt – die Qualifikation für den Cers-Cup sicher, sondern wahren auch die Chance auf den ersten Titel seit 27 Jahren. Dennoch: „Wir wollen nicht überheblich sein, aber für uns kann das Ziel nur Sieg sein“, sagt Meier und mahnt: „Egal, wie lang die Anreise ist: Wir müssen von Beginn an konzentriert und hellwach sein und dürfen auch bei einer Führung keinen Gang herunterschalten. Dieses Gefühl dürfen wir Darmstadt nicht geben. Das ist eine gefährliche Sache.“ Die Gastgeber sind mit Torwart Philip Leyer, dem routinierten Felix Bender und nicht zuletzt Max Hack zu gut besetzt, um mit halber Kraft gegen sie zu spielen. Vor allem vor Nationalspieler Hack warnt Meier seine Akteure eindringlich: „Max gibt nie auf. Er feuert seine Mannschaft immer an.“

Mit dem Termin für das Pokal-Halbfinale ist Meier nicht zufrieden, denn es zerschneidet das Play-off-Viertelfinale in zwei Teile. „Das halte ich nicht für glücklich. Wir müssen uns mittendrin auf eine andere Mannschaft konzentrieren, während Calenberg das spielfreie Wochenende nutzen kann, um sich zu erholen“, sagt der SKG-Coach. „Eine saubere Trennung wäre mir lieber.“ - sst

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