Gegner der Eisbären werden am Samstag gesucht

+
Am Samstag entscheidet sich in Dortmund, gegen welche Gegner die Eisbären in Zukunft spielen werden.

Hamm - Das ständige Schiedsgericht des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hat ein Machtwort gesprochen. Die drei NRW-Oberligisten ESC Moskitos Essen, Duisburger Füchse und Herner EV werden nicht gesperrt und können in der kommenden Saison in der neuen Eishockey-Oberliga Nord unter dem Dach des DEB spielen.

Alle drei Klubs hatte der Landes-Eishockey-Verband Nordrhein-Westfalen per Beschluss für den Spielbetrieb gesperrt, nachdem sich sowohl Essen als auch Duisburg und Herne zunächst für die Oberliga West an-, wenig später aber wieder abgemeldet hatten.

„Die Vorgehensweise des LEV NRW ist auch mit Blick auf die eindeutige Zustimmung zur Neustrukturierung der DEB-Oberliga nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern auch widersprüchlich“, erklärte DEB-Präsident Franz Reindl. „Die Entscheidung des Schiedsgerichts ist ein klarer Punktsieg für den Sport.“ Unter der DEL und der DEL2 (ehemals 2. Liga) sollen die beiden Oberliga-Staffeln Nord und Süd als feste Ligen unter DEB-Führung etabliert werden, damit der sportliche Abstand zwischen den einzelnen Klassen nicht mehr so gravierend ist.

Für die Hammer Eisbären war schon vor Monaten klar, dass sie aus Kostengründen weiter unter dem Dach des Landesverbandes antreten werden, weil sie auch in der kommenden Saison keine echten Profis beschäftigen wollen und können. Wie die Ligeneinteilung jetzt im Westen aussehen wird, wird sich am Samstag ab 10 Uhr bei der Arbeitstagung von Verband und Vereinen im Dortmunder Eissportzentrum endgültig entscheiden. Fakt ist, dass die ursprünglich geplante Oberliga West durch den Wechsel der Klubs aus Herne, Essen und Duisburg sportlich sehr geschwächt wird.

Ob es in Nordrhein-Westfalen überhaupt eine Oberliga oder nur noch eine Regionalliga geben wird, steht derzeit in den Sternen. „Vielleicht wird diese Liga auch Ober-Regionalliga West genannt“, flachst Jan Koch, neuer 2. Vorsitzender von Lippe Hockey Hamm und Pressesprecher der Eisbären, vor der Versammlung in Dortmund. Koch wird am Wochenende den Hammer Klub bei der Tagung vertreten. Zumindest zeichnet sich derzeit eine höchste Liga im LEV vermutlich mit den Vereinen aus Hamm, Neuss, Ratingen, Dortmund, Dinslaken, Lauterbach, Wiehl, Bergisch-Land und Köln 1b ab. „So könnte die Liga aussehen“, meint Koch. „Vermutlich wird dann zunächst wieder eine einfache Doppelrunde, anschließend eine Play-off-Runde mit den besten acht Teams gespielt. Aber mehr erfahren wir am Wochenende“, sagt Koch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare