1. wa.de
  2. Sport
  3. Hamm

Herausforderung für Titelverteidiger Hammer SpVg

Erstellt:

Von: Günter Thomas

Kommentare

HSV-Angreifer Vincent Ocansey (Mitte) wird im Pokalduell pausieren.
HSV-Angreifer Vincent Ocansey (Mitte) wird im Pokalduell pausieren. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Der Fußball-Landesligist SG Bockum-Hövel hofft am Mittwoch (19.30 Uhr/Kunstrasenplatz, Adolf-Brühl-Stadion) im Halbfinalspiel gegen den Oberligisten Hammer SpVg auf den Einzug ins Kreispokalfinale.

Hamm - Die einen haben nichts zu verlieren, die anderen wollen unbedingt ihren Titel verteidigen: Wenn am Mittwochabend (19.30 Uhr/Kunstrasenplatz, Adolf-Brühl-Stadion) Fußball-Landesligist SG Bockum-Hövel und Oberligavertreter Hammer SpVg im Kreispokal-Halbfinale aufeinandertreffen, dürfte der Freundschaftsspiel-Charakter außen vor bleiben. „Wenn wir schon mal im Halbfinale sind, dann möchten wir auch irgendwie versuchen, ins Finale zu kommen. Aber natürlich müssen wir einen Sahnetag erwischen“, versichert SG-Trainer David Schmidt. Und sein HSV-Kollege Steven Degelmann lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass „wir den Pokalwettbewerb absolut ernst nehmen. Wir wollen unseren Titel verteidigen, nachdem das im vergangenen Jahr ja nicht möglich war.“

In der Saison 2020/21 wurde der Wettbewerb aufgrund der Entwicklung der Corona-Pandemie vor dem Viertelfinale abgesetzt. Zu dem Zeitpunkt war die SG Bockum-Hövel nach einer 3:5-Niederlage im Elfmeterschießen bei der SpVg Bönen in Runde zwei bereits ausgeschieden – jetzt brennt das Team von David Schmidt darauf, dem Favoriten aus dem Hammer Osten ein Bein zu stellen und ins Finale gegen den Holzwickeder SC einzuziehen. Der hatte sich bereits am 6. Februar gegen den SSV Mühlhausen für das Endspiel qualifiziert. Ausgetragen wird das Finale traditionell am Himmelfahrtstag (26. Mai).

Generalproben nicht nach Plan

Beide Mannschaften hatten am Sonntag eine Generalprobe für den Pokalkick zu verarbeiten, die nicht nach Plan verlaufen war. Während die SG nach 0:2-Rückstand beim SV Herbern am Ende aber noch einen 3:2-Erfolg feiern durfte, galt es für den Oberligisten, den Frust einer in den letzten zehn Minuten verlorenen 2:0-Führung zu verdauen, die in der Nachspielzeit noch in einem 2:3 gegen die Sportfreunde Siegen gipfelte. „Aber das haben wir Sonntag schon versucht, zu verarbeiten“, sagt Degelmann. „Danach galt unsere volle Konzentration den nächsten Aufgaben.“

Und da dient das Pokalspiel beiden Trainern trotz aller Brisanz, die dieses Ortsduell mit sich bringt, auch als gern genommene Vorbereitungseinheit. Im Fall der HSV auf das nächste Ligaspiel am Sonntag in Vreden: „Bei uns ist klar, dass Emre Cakir und Vincent Ocansay aufgrund ihrer fünften Gelben Karte am Sonntag fehlen werden“, sagt Degelmann. „Daher werden wir die Situation im Kopf behalten und im Pokal ohne die beiden spielen – auch wenn es gegen die SG schwer wird.“

Weitere Spielpraxis für Grodowski

So soll Phillip Grodowski, der nach zweieinhalbwöchiger Verletzungspause gegen Siegen im zweiten Durchgang wieder aufgelaufen war, weitere Spielpraxis erhalten. „Sein Knie hat gehalten, und ich hoffe, dass er weiter in den Rhythmus kommt“, so der Coach, der gegen Siegen zumindest keine verletzten Spieler zu beklagen hatte und auch Julius Woitaschek von Beginn an auflaufen lassen wird, „um ihn für Sonntag zu testen“.

Der Einsatz des angeschlagenen Offensivmanns Rafael Lopez Zapata ist bei der SG fraglich.
Der Einsatz des angeschlagenen Offensivmanns Rafael Lopez Zapata ist bei der SG fraglich. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Schmidt hält angesichts der Außenseiterrolle seiner Mannschaft nichts davon, in dieser Partie Neues auszuprobieren. „Definitiv werden wir nicht großartig rumexperimentieren“, sagt der SG-Coach. „Ich denke, die Mannschaft hat sich in dieser Saison in Hamm gut Respekt verschafft. Unsere Spieler werden bis in die Haarspitzen motiviert sein – und im Pokal kannst du ja auch mal durch Elfmeterschießen weiter kommen.“

Einsatz von Lopez Zapata unsicher

Bangen muss Schmidt noch um den Einsatz von Rafael Lopez Zapata. Der Offensivmann „hat am Sonntag in Münster ordentlich auf die Socken bekommen und der Fuß ist noch dick“, sagt der Trainer. „Es wäre sehr schade, wenn er ausfallen würde, weil er richtig gut drauf ist, im Moment. Aber wir haben noch genug Leute mit viel Qualität auf der Bank.“ Einer davon ist Jannick Kastner, der in Herbern zum Sieg traf und sich mit zunehmender Praxis nach langer Pause seinem alten Niveau nähert: „Er ist eine gute Alternative“, so Schmidt.

Auch interessant

Kommentare