Kanu-Slalom

Hengst verpasst ein Tor - nur Platz 16 mit dem deutschen Team bei der WM

Kanuslalom, Deutsche Meisterschaft und Europameisterschafts-Qualifikation des DKV im Kanupark Markkleeberg (06.09.2020)
+
Im Pech: Stefan Hengst

Im Vorfeld hatte er auf eine Medaille gehofft, am Ende musste Stefan Hengst bei der Kanu-WM in Bratislava in der Team-Wertung zusammen mit Noah Hegge und Hannes Aigner mit Rang 16 vorlieb nehmen - weil der Heessener ein Tor verpasst hatte.

Bratislava – Als Stefan Hengst am Mittwochmittag gemeinsam mit Hannes Aigner und Noah Egge, seinen beiden Teamkollegen der deutschen Nationalmannschaft, bei der Weltmeisterschaft in Bratislava die Ziellinie überquerte, da leuchtete auf der Anzeigetafel die Eins auf. Weltmeister im Kanuslalom mit der Mannschaft? Nein, denn die Ernüchterung folgte nur wenige Augenblicke später. Nach dem Studium der Videobilder hatten die Kampfrichter entdeckt, dass der Athlet vom Kanu-Ring Hamm an Tor 16 nicht mit seinem Kopf das Tor durchquert hatte. Dadurch bekam die deutsche Kajak-Equipe eine Strafzeit von 50 Sekunden aufgebrummt und musste sich am Ende mit Rang 16 begnügen – mit einem Abstand von 49,35 Sekunden auf Weltmeister Frankreich. „Das ist natürlich extrem ärgerlich“, sagte der 27 Jahre alte Heessener. „Wir hatten die beste Laufzeit, und dann haben wir so ein Pech.“

Letztlich war der folgenschwere Patzer vor allem den widrigen Witterungsbedingungen geschuldet. In Bratislava waren es am Morgen lediglich zehn Grad, es regnete, und es war sehr windig. Und eine dieser Böen wurde Hengst zum Verhängnis. „Ich bin als Erster aus unserem Team eng in das Aufwärtstor reingefahren, und dann weht der Wind die Stange auf einmal nach unten weg, so dass ich mit meinem Kopf nicht mehr durch das Tor gekommen bin. Ohne den Wind wäre ich da ganz locker durchgefahren“, sagt Hengst, dem seine Teamkollegen aber keine Vorwürfe machten: „Klar war das mein Fehler. Die anderen haben dann ein bisschen rumgefrotzelt, mehr allerdings auch nicht.“

Hengst hat nun noch zwei weitere Chancen, bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei nach vorne zu fahren. Am Donnerstag startet er um 11 Uhr in der Qualifikation im Kanu-Slalom, am Freitag steht das Quali-Rennen im Extreme-Slalom für die Finalläufe am Wochenende an. „Ich muss jetzt diesen Fehler aus dem Team-Wettbewerb schnell abhaken und alles dafür tun, um aus der Woche noch da Beste herauszuholen“, sagt Hengst.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare