Kanu-Ring Hamm

Hengst und Stahl feiern goldenen WM-Doppelschlag

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Die Gold-Jungs des Kanu-Ring Hamm: Stefan Hengst (links/U 23) und Lukas Stahl (Junioren) wurden mit deutschen Teams Weltmeister.

Bratislava/Hamm - In den Einzeln hatten sie die ersehnten Medaillen verpasst, doch mit ihren Mannschaften räumten sie am letzten Tag der Nachwuchs-WM im slowakischen Bratislava richtig ab: Stefan Hengst (U 23) und Lukas Stahl (Junioren) vom Kanu-Ring Hamm holten Gold. Und auch ihr Heimtrainer Jürgen Schubert hatte Grund zu großer Freude.

Für Schubert war der Sonntag ein ganz besonderer Tag. Erst sah er, wie Hengst und Stahl durch ihre Medaillen die lange Erfolgsliste des Kanu-Rings fortsetzten: Seit 2001 haben Aktive des Vereins nun bei jeder Welt- oder Europameisterschaft mindestens eine Medaille geholt. 

„Diese Serie ist wirklich unfassbar. Das ist der Hammer“, platzte es Schubert heraus. Kurze Zeit später freute er sich in seiner Funktion als Bundesdisziplintrainer der Juniorinnen noch über eine weitere Goldmedaille: die seines Mädchenteams. „Es gibt Tage, an denen einfach alles zusammenpasst“, so Schubert.

Schon der erste Titelgewinn des Tages war ein beeindruckender. Das deutsche U 23-Team mit Hengst als erstem Fahrer, Thomas Strauß und Samuel Hegge zeigte im wilden Wasser an der Donau als Schlussstarter eine Glanzvorstellung. 

„Zwischendrin hatte ich ein, zwei Fahrfehler, aber nach unten raus lief es genau so, wie wir das geplant hatten“, sagte Hengst, der bereits im vergangenen Jahr WM-Gold mit der Mannschaft gewonnen hatte. „Als ich durch das Ziel war, wusste ich: Das kann reichen. Ich hab nach hinten geguckt und zusammen mit Thomas habe ich Samuel ins Ziel geschrieen. Aber der brauchte das nicht, der war voll am Limit“, erzählte der 23-jährige Heessener mit einem Lächeln. „Als er dann durch war und ich die „1“ auf der Zeitanzeige gesehen habe, war nur noch feiern angesagt.“

Zwei Tage zuvor war Hengst nicht nach Feiern zumute gewesen. Durch eine 50-Sekunden-Strafe hatte er bei seiner letzten U 23-WM die erhoffte Einzelmedaille verpasst. „An dem Abend hab ich resettet, am Samstag ausgeschlafen und dann ging es weiter“, sagte Hengst. 

Und wie es weiterging: Das Trio des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) leistete sich früh eine Torstabberührung, doch danach ritt es sauber und fehlerfrei durch die Wellen. Am Ende hatten die drei 83 Hunderstelsekunden Vorsprung auf Slowenien. Bronze ging – bereits mit 3,14 Sekunden Rückstand – an Frankreich.

„Mannschaftsgold ist mehr als ein Trostpreis für das Einzel. Das war supercool. Die Stimmung war echt gut“, so Hengst.

Noch souveräner sicherten sich die deutschen Junioren mit Startfahrer Lukas Stahl, Noah Hegge (Augsburg) und Janosch Unseld (Ulm) die Goldmedaille. Als sie mit einer überragenden neuen Bestzeit ins Ziel fuhren, hatten sie bereits die Silbermedaille sicher, denn nach ihnen kamen nur noch die Franzosen. „Die konnte ich nicht richtig einschätzen, weil sie mit drei sehr jungen Fahrern unterwegs waren“, sagte Stahl. „Aber als wir ausgestiegen sind, war schon klar: Wir haben Gold!“ 

Es war Stahls erstes bei einer Junioren-WM nach Bronze (2015) und Silber (2016) jeweils mit der Mannschaft. 3,59 Sekunden betrug der Vorsprung des deutschen Teams auf Spanien und 4,17 auf Tschechien.

„Ich hätte lieber eine Einzelmedaille gehabt, aber ich freu mich sehr, weil Gold etwas unerwartet kam. Die Medaille gibt mir Motivation für die Vorbereitung auf die EM“, sagte Stahl.

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