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Hengst ist in Slowenien gefrustet - jetzt gilt die Konzentration der Heim-WM

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Von: Peter Schwennecker

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Stefan Hengst verpasste in Tacen beide Finals.
Stefan Hengst verpasste in Tacen beide Finals. © opokupix via www.imago-images.de

Am Sonntagnachmittag stand Stefan Hengst zum Abschluss der Kanu-Slalom-Wettbewerbe etwas gefrustet am Rand des Wildwasserkanals im slowenischen Tacen. 

Tecen - Er war lediglich als Zuschauer dabei, als im Extrem-Slalom die letzten Weltcup-Punkte vergeben wurden. „Das war ein Wochenende zum Vergessen“, gestand der 28-Jährige vom Kanu-Ring Hamm ein.

Auch am Samstag war er beim Finale im Kajak nur Zuschauer, weil er im Halbfinale an zwei Toren vorbei gefahren war und mit 100 Strafsekunden belastet nur den 40. und letzten Platz belegte.

„Die Zeiten stimmen eigentlich“, gewann Hengst seinen Leistungen vor den Toren Ljubljanas zumindest eine positive Seite ab. Für ihn geht es jetzt darum, mit Blick auf die Ende Juli in seiner Wahlheimat Augsburg stattfindenden Weltmeisterschaften die Fehlerquote bei den Läufen möglichst zu minimieren.

Die Jury entscheidet

Am Samstag im Slalom waren es die Tore neun und 16, die ihm zum Verhängnis wurden. „Beim Tor neun hatte ich nicht das Gefühl, dass ich vorbeigefahren bin. Doch die Jury hat auch andere Perspektiven. Deshalb musste ich diese Entscheidung akzeptieren“, erklärte der Heessener. „Es war ohnehin zwecklos, darüber zu diskutieren. Schließlich habe ich an Tor 16 eindeutig gepatzt, mit der Bootsspitze die Stange klar weggestoßen“, gestand Hengst ein.

Zumindest vom Tempo her lief es bei der anschließenden Qualifikation für die K.o.-Wettbewerbe im Extrem-Slalom gut. Bis zum letzten Aufwärtstor lag Hengst von der Zeit her sogar knapp in Führung. Doch dann kam für den Hammer auch noch das Pech hinzu. „Im Kanal in Tacen ändern sich ständig die Wasserbedingungen“, erklärte der ehemalige Weltmeister dieser Disziplin. „Bei mir hingen am Schluss die Stangen tief im Wasser. Und am letzten Aufwärtstor hatte sich eine praktisch verkeilt. Ich bin dagegen gefahren und praktisch hängen geblieben.“ Dieser Patzer kostete Hengst knapp über drei Sekunden. Damit verpasste er die Endrunde am Sonntag. „Wenn am Ende gerade einmal zwei Zehntel fehlen, ist das natürlich besonders ärgerlich.“

Drei freie Tage - dann beginnt die WM-Vorbereitung

Noch am Sonntag reiste Hengst mit dem deutschen Team aus Tacen ab und fuhr direkt wieder nach Augsburg. Bis Mittwoch kann er drei freie Tage genießen. Dann beginnt die deutsche Kanu-Slalom-Mannschaft mit der Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft vom 26. bis 31. Juli auf dem Olympia-Eiskanal von 1972.

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