Sechs Wochen Reit- und Springturnier:

Heimspiel für Laura Hinkmann und Halbzeit beim RV Rhynern

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Laura Hinkmann bei ihrem Heimspiel in Rhynern.

In Corona-Zeiten mussten sich auch die Organisatoren von Reitturnieren viel Neues einfallen lassen, um ihre Veranstaltungen im Rahmen der Schutzverordnungen durchzuführen. Der RV Rhynern hat es gewagt – mit sechs Turnierwochen in den Ferien mit je drei Veranstaltungstagen. Nun ist Halbzeit. 

Am neunten der insgesamt 18 Veranstaltungstage hatten gestern die Top-Springreiter auf der Vereinsanlage am Holthöfener Weg ihren Auftritt. Nachdem bereits im Gelände mit Olympiasiegerin Ingrid Klimke, mit der Familie Ostholt oder auch mit der Lokalmatadorin Sophie Leube das Feld exzellent besetzt war, sattelten gestern in Rhynern neben anderen auch Nationenpreisreiterin Katrin Eckermann, der amtierende Westfalenmeister Mario Maintz oder Lara Weber und Laura Strehmel aus der Sportfördergruppe der Bundeswehr für die M**-Prüfung und das Springen der schweren Klasse auf. 

Lage entspannt sich so langsam

Und so reiste auch Laura Hinkmann aus Mettingen in der Nähe von Osnabrück an, wohin die 22-Jährige aus Rhynern ihren Lebensmittelpunkt verlegt hat und mit ihrem Freund Marten Frehe-Siermann einen Ausbildungs- und Handelsstall betreibt. „So langsam entspannt sich die Lage und es passiert wieder etwas. Vor allem wirtschaftlich war das für uns in den letzten Monaten nicht sehr schön“, sagt Hinkmann, die auch in Rhynern noch draufzahlen muss – bei vier Pferden, die sie zu ihrem Heimspiel mitgebracht hat. 

Schöne Runde mit Candy Crush

Auf Sieg reiten, das war gestern nicht ihre Intention. „Vielleicht mit Capri im letzten Springen was abkriegen“, sagt sie. Ein Springfehler mit ihrem Lieblings- und Spitzenpferd verhindert dies. Mit Zukunftshoffnung Candy Crush, mit der sie im Januar im Rahmen des Weltcup-Turniers in Leipzig top-platziert war, bleibt Hinkmann ohne Springfehler, sammelt aber mit der 7-jährigen Stute zwei Zeitstrafpunkte ein, weil sie mehr auf den Stil als auf die Geschwindigkeit achtet – schließlich soll Candy Crush, gezogen von Top-Vererber Comme il faut, auf das Bundes-Championat vorbereitet werden.

 Turnierpläne werden spontan erstellt

Mit Cappuccina und Caniano bringt sie noch zwei Pferde an den Start, die Turniererfahrung brauchen. Am Ende gewinnt sie eine grüne Schleife – und wie immer das Herz ihrer Oma, die als Begleitperson dabei ist. Wie ihr Turnierplan für die nähere Zukunft aussieht, weiß Laura Hinkmann – wie alle anderen – im Moment noch nicht so genau: „Da müssen wir spontan entscheiden. Die meisten Ausschreibungen kommen ja sehr kurzfristig raus.“ 

Riesenbeck und Peelbergen auf dem Plan

Geplant sind internationale Auftritte bei Zweisterne-Turnieren in Riesenbeck und im niederländischen Peelbergen; ansonsten steht für September ein Turnier in Paderborn als kleiner Ersatz für die abgesagte Riders Tour auf dem Plan. In den vergangenen Wochen standen vornehmlich Turniere bei „Riesenbeck International“ auf dem Programm. Die Auswahl ist corona-bedingt nun einmal nicht sehr groß. „Aber immer nur dahin, dass ist dann auch irgendwann langweilig“, sagt Laura Hinkmann, und: „Da kommt man dann auch gerne mal wieder nach Hause.“

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