Wiescherhöfen geht gegen Westönnen mit 0:5 unter

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Einen schwachen Tag erwischte der TuS – hier Andre Chart – gegen Westönnen.

Hamm - „Das war von vorne bis hinten schlecht“, nahm Wiecherhöfens Spielertrainer Steven Degelmann nach der herben 0:5 (0:1)-Heimklatsche gegen den RW Westönnen kein Blatt vor den Mund und nahm auch sich selbst nicht aus der Kritik heraus.

„Das geht bei meiner Leistung los, wo ich am 0:1-Rückstand beteiligt bin. Insgesamt haben wir es dem Gegner viel zu einfach gemacht, im ganzen Spiel nur gefühlte zehn Zweikämpfe gewonnen und sind nur hinterhergelaufen.“

Die Gastgeber wollten aus einer sicheren Defensive zum Erfolg kommen, und so kehrte Degelmann in die Abwehr zurück, wo er eine Dreierkette mit David Wündisch und Rachid Souita bildete, die bei gegnerischem Ballbesitz auf den Außen durch Andre Chart und Jan Behnke unterstützt wurde. 20 Minuten ging die taktische Marschrichtung auf. Die Grün-Weißen hielten den Tabellennachbarn vom eigenen Tor fern und versuchten nach einer Balleroberung das Mittelfeld schnell mit langen Pässen zu überbrücken. Im Sturmzentrum war Andre Budde allerdings zu häufig auf sich allein gestellt und hatte es meist mit zwei oder drei Gegenspielern zu tun.

Vor gut 100 Zuschauern an der Wielandstraße zeigte Westönnen die strukturiertere Spielanlage, agierte mit viel Zug zum Tor und war den Hausherren auch körperlich überlegen. Michael Heinz setzte sich an der Grundlinie durch und flankte zu Christopher Clarysse, der das Leder aus kurzer Distanz zum 0:1 über die Linie schob (20.). Kurz darauf zeigte Schiedsrichter Kevin Woltermann (Iserlohn) nach einem Zweikampf zwischen Degelmann und Heinz auf den Punkt, doch TuS-Keeper Marco Behrend parierte den Strafstoß von Clarysse glänzend (25.). „Der gehaltene Elfmeter hätte eigentlich ein positiver psychologischer Moment für uns sein können“, hoffte Degelmann, aber daraus wurde nichts. Die Rot-Weißen waren im Anschluss die klar überlegene Mannschaft und hätten nach einem Kopfball von Tobias Schumacher zur Pause sogar höher führen können (40.).

Degelmann rückte nach der Halbzeitpause ins offensive Mittelfeld vor, aber dadurch wurde die Wiescherhöfener Hintermannschaft noch anfälliger, was Westönnen eiskalt nutzte. Arndt-Christian Schneider legte nach einem Konter für Heinz auf, der Behrend keine Abwehrmöglichkeit ließ (54.). Zwei Minuten danach hätte der TuS Wiescherhöfen noch einmal zurück in die Begegnung finden können, doch nach einer Ecke von Andre Budde scheiterte Eduard Lorengel mit einem Kopfball an RW-Torhüter Andreas Rupp.

Westönnen ruhte sich nicht auf der Führung aus und spielte weiter zielstrebig nach vorne. Lohn der Anstrengungen war das 0:3, als Heinz die gesamte TuS-Abwehr alt aussehen ließ, drei Gegner abschüttelte und ins lange Eck einschoss (66.). Nach schönem Flankenlauf von Tobias Schumacher machte Heinz dann seinen Hattrick perfekt (71.) und kurz darauf tauchte Schumacher selbst frei vor Behrend auf und überwand den TuS-Schlussmann mit einem sehenswerten Heber zum 0:5 (73.).

„Das ist ein nachdenklicher Tag für mich“, resümierte Steven Degelmann. „Die Mannschaft agiert nicht geschlossen genug, und ich weiß nicht, an welchen Faktoren das liegt. Ich bin jedenfalls froh, dass wir über Ostern erstmal ein spielfreies Wochenende haben.“

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