Fußball-Kreisliga

Heessens Urgestein Benedikt Vogel über Gegentore und die SpVg Bönen

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Benedikt Vogel, Defensivspieler des SVE Heessen

Der SVE Heessen kletterte durch die überraschende Niederlage der SpVg aus Bönen und dem eigenen Erfolg gegen Pelkum an die Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A. Wir sprachen mit Urgestein Benedikt Vogel.

Hamm - Am Sonntag kommt es am Rehbusch (15 Uhr) zum Duell der Spitzenteams. Zur aktuellen Lage befragten wir mit Benedikt Vogel ein SVE-Urgestein, das sowohl den damaligen Aufstieg in die Bezirksliga als auch den bitteren Nicht-Aufstieg aus der Vorsaison aktiv miterlebt hatte.

Sie sind der Abwehrchef in der SVE-Defensive. Wie zufrieden sind Sie insbesondere mit der Leistung im Defensivverbund?

Damit sind wir natürlich noch nicht zufrieden. Wir laden die Gegner zu oft durch eigene Fehler zu Toren ein. Ich glaube aber, dass wir das schnellstens abstellen können und dafür am vergangenen Sonntag mit einem 3:0-Sieg über Pelkum den ersten Schritt getätigt haben.

Und wie bewerten Sie bisher das gesamte Mannschaftsauftreten?

Zunächst schmerzen natürlich die Niederlage gegen Werne sowie das Unentschieden am ersten Spieltag gegen BV 09 Hamm. Trotz allem stehen wir nun an der Spitze der Tabelle. Wenn man nach zehn Spieltagen vorne steht, muss auch vieles richtig gut funktioniert haben.

Wie schätzen Sie dabei Ihre eigenen Leistungen ein?

Auch wenn bei unnötigen Gegentoren die gesamte Mannschaft zur Defensive zählt, sind diese gerade als Abwehrspieler schwer zu verdauen. Deshalb denke ich, dass ich mich in den kommenden Wochen noch weiter steigern muss und auch werde.

Nun stehen Sie mit der Truppe das erste Mal in dieser Saison an der Tabellenspitze. Dennoch gab es immer wieder knappe Resultate. Woran hapert es noch und wo liegen die größten Stärken Ihrer Meinung nach?

Die Spielverläufe waren meistens deutlicher, als es das Ergebnis am Ende aussagte. Manchmal fehlt uns noch ein wenig die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse. Dennoch ist es gleichzeitig eine Stärke, da wir sehr variabel aufgestellt sind und dadurch immer wieder unzählige Torchancen erarbeiten sowie herausspielen.

Ist es nach dem Nicht-Aufstieg noch einmal schwieriger geworden, die Euphorie Woche für Woche hochzuhalten?

Für mich ist genau das Gegenteil der Fall. Wenn man den Aufstieg so bitter in der Relegation verpasst, steigt der Anreiz nochmal enorm, dort wieder hinzukommen und anschließend diese wichtigen Spiele für sich zu entscheiden.

Wie ist das Gefühl, jede Woche vom Gegner als übermächtig angesehen zu werden? Erhöht das den Druck gewinnen zu müssen?

Unser Anspruch ist es sowieso, jedes Spiel als Sieger zu beenden. So sollte jeder Fußballer denken. Sollte der Gegner gegen uns doppelt motiviert sein, baut das in keiner Weise Druck in unseren Reihen auf. Dafür haben wir erfahrene Akteure dazu geholt.

Jetzt geht es nach Bönen. Sehen Sie die SpVg als Aufstiegsfavoriten, und worauf wird es in dieser Partie ankommen?

Die SpVg hat einen überragenden Start hingelegt. Das hat mich enorm überrascht. Mindestens genauso überraschend war aber die Niederlage gegen Uentrop II. Alles in allem sehe ich Bönen aber nicht als einen klaren Favoriten auf die Meisterschaft an. Dafür ist die Liga gerade an der Spitze der Tabelle zu eng besetzt. Beide Teams werden sich nicht viel nehmen, sodass es wohl ein zweikampfbetontes Spiel geben wird. Wer diese Zweikämpfe besser annimmt und weniger klare Fehler verursacht, hat gute Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden.

Mit einem Sieg würde Ihr Team ein großes Ausrufezeichen an die gesamte Liga senden. Wäre der Erfolg daher schon ein Zeichen in Richtung Meisterschaft?

Ich würde es schon als weiteren Schritt ansehen. Wir müssen unsere Leistungen aber so oder so Woche für Woche abrufen und diese immer wieder bestätigen. Mit jedem einzelnen Sieg können wir unserem Traum ein Stück näher kommen.

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