SVE nimmt in Hombruch zweiten Anlauf

+
Das Heessener Trainerduo Marian Christel und Frank Sadowsky fährt zuversichtlich nach Dortmund.

Hamm - Über vier Wochen ist es jetzt her, dass sich der SVE Heessen durch einen 2:1-Erfolg beim TuS Uentrop vorzeitig die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A sicherte. Doch die Euphorie ist längst verflogen.

Noch halten die Heessener nichts in den Händen, schweben weiterhin zwischen Kreis- und Bezirksliga. Nach der bitteren 1:4-Niederlage im ersten Entscheidungsspiel um den Aufstiegsplatz in Herringen gegen den VfL Kamen beginnt am Donnerstag der zweite Anlauf des SVE Richtung höhere Klasse.

Um 19 Uhr tritt die Mannschaft von Trainer Marian Christel an der Deutsch Luxemburger Str. 56 zum Hinspiel beim Dortmunder Kreisliga-Vertreter Hombrucher SV II an. Das Rückspiel folgt am Sonntag um 15 Uhr im Marienstadion. Gespielt wird nach dem Europapokal-Modus. Bei Punkt- und Torgleichheit ist der Verein Bezirksligist, der auswärts mehr Tore geschossen hat.

„Deswegen wollen wir in Hombruch unbedingt einen Treffer erzielen“, gibt Christel seiner Mannschaft ein Minimalziel vor. „Wir gehen natürlich in die Partie, um zu gewinnen. Doch mit einem Unentschieden können wir auch leben.“ Ein Großteil der Heessener Mannschaft hat die Hombrucher Reserve im ersten Entscheidungsspiel gegen den Hörder SC gemeinsam mit Co-Trainer Frank Sadowsky beobachtet.

Die Hombrucher drehten die Partie nach einem frühen 0:2-Rückstand und setzten sich nach Elfmeterschießen mit 7:6 durch. „Die Mannschaft weiß also, was auf sie zukommt“, meint Christel, der fest darauf setzt, dass das Team nicht noch einmal einen so schlechten Tag wie in Herringen erwischen wird.

„So schwach wie gegen den VfL Kamen habe ich meine Mannschaft noch nie gesehen. Sie ist offenbar mit dem Druck nicht fertig geworden“, meint der Coach. „Deshalb ist es beim Modus mit Hin- und Rückspiel vielleicht etwas leichter, in die erste Partie zu gehen, weil man in der zweiten Begegnung einiges gerade biegen kann.“

Große Schwierigkeiten hatte Christel aber bei den Bemühungen, die Spannung weit über das Saisonende hinaus hoch zu halten. Ganz abgesehen davon, dass einige Akteure ja eigentlich ihren Urlaub bereits verplant hatten. Deshalb wird Lothar Schendzielorz nicht zur Verfügung stehen. Marvin Herkt ist derweil wieder zurückgekehrt, der der Abwehr mehr Stabilität verleihen könnte.

„Ein wichtiger Mann für unsere Defensive“, bemerkt der SVE-Coach, der auf den gesperrten Andreas Tulgay sowie auf einige Langzeitverletzte verzichten muss. „Probleme gab es auch bei einigen Akteuren, die im Schichtdienst arbeiten. Doch das konnte alles noch einmal geregelt werden“, verrät Christel, der ständig unter Dampf steht, auch was die Planung für die kommende Saison angeht. „Am 28. Juni haben wir das alles entscheidende Spiel. Nur zwei Tage später endet die Wechselfrist. Ich habe einige Leute an der Hand, die nur kommen, wenn wir in die Bezirksliga aufsteigen“, bestätigt der Heessener Trainer, dass die Situation für Verein und Spieler derzeit nicht einfach sei.

Ein gutes Ergebnis in Hombruch könnte zumindest schon einmal die Richtung vorgeben. „Ich glaube, wir können das schaffen“, zeigt sich Christel jedenfalls weiter zuversichtlich, was den Bezirksliga-Aufstieg angeht.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare