Fußball

Der SVE will für den Aufstieg noch eine Schüppe drauf legen

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Freut sich über die Meisterschaft: Jürgen Welp (links).

Auf den Tag genau 34 Jahre nach dem Gewinn der Westfalenmeisterschaft des damaligen SC Eintracht Hamm hat der Nachfolgeverein SVE Heessen am Sonntag mit dem 3:0-Erfolg über den VfL Mark den Titelgewinn in der Fußball-Kreisliga A perfekt gemacht.

Hamm - Jürgen „Tülle“ Welp war damals als Torwart und jetzt als Trainer dabei. Wie er die aktuelle Meistersaison bewertet und wie sich der SVE auf das noch anstehende Aufstiegsspiel vorbereitet, hat er in einem Gespräch mit Patrick Droste verraten.

Herr Welp, wie haben Sie den den vergangenen Sonntag mit dem letztlich klaren Sieg über den VfL Mark erlebt?

Wir haben schon enorm unter Druck gestanden. Zumal unser Verfolger Eintracht Werne uns ja leider nicht entgegen gekommen und mal gestrauchelt ist. Die haben ja immer Gas gegeben. Da ist uns schon allen am Sonntag ein dicker Stein vom Herzen gefallen. Daher haben wir auch das ein oder andere Bier oder Sektchen getrunken, wobei sich das mit dem Feiern in Grenzen hielt. Aber ich denke, im Endeffekt haben wir verdient den Titel geholt.

Was zeichnet Ihre Mannschaft aus, so dass sie schon am vorletzten Spieltag die Meisterschaft perfekt gemacht hat?

Die Mannschaft ist eine super Einheit, hat eine tolle Mentalität. Jeder wollte unbedingt Erster werden. Wir haben vielleicht nicht immer den schönsten Fußball gespielt, aber das war auch nicht unser Ziel. Unser Ziel war die Meisterschaft. Und dazu hat am Ende jeder seinen Teil zu beigetragen. Wir haben in der Hinrunde nur ein, in der Rückrunde bislang gar kein Spiel verloren. Das ist ja auch mal eine Hausnummer.

Jetzt steht noch das bedeutungslose Auswärtsspiel beim TuS Uentrop an. Sportlich geht es um nichts mehr. Aber wichtig ist es, die Spannung vor dem ersten Aufstiegsspiel eine Woche später nicht zu verlieren, oder?

Das stimmt. Wir werden sicher den einen oder anderen Spieler schonen und die Akteure zum Einsatz bringen, die sonst mehr auf der Bank gesessen haben. Aber wir werden da nichts abschenken. Wir wollen unsere Serie fortsetzen, in der Rückrunde weiter ungeschlagen bleiben, die Runde positiv zu Ende bringen und uns dann intensiv auf den 2. Juni vorbereiten.

Da wird entweder die SG Massen oder der Türkische SC Kamen, der im vergangenen Jahr bereits in der Relegationsrunde gescheitert war, der Gegner sein. Gegen wen würden Sie lieber antreten?

Im Endeffekt nehmen wir es so, wie es kommt. Beide Mannschaften stehen ja punktgleich an der Spitze. aber der bessere direkte Vergleich spricht für Massen. Daher werde ich die SG am Sonntag wahrscheinlich auch beobachten.

Am 2. Juni hätte Ihr Team die erste Aufstiegschance, als Verlierer würde es noch eine zweite Möglichkeit gegen einen Vertreter aus dem Raum Bielefeld geben. Aber bei Ihnen ist sicher alles auf die erste Partie, die auf der Platzanlage des FC TuRa Bergkamen ausgetragen wird, fokussiert?

Genau. Unser Ziel ist es, da alles klar zu machen. Wir haben schon einen Fanbus gechartert und werden da eine gute Unterstützung bekommen. Uns ist natürlich klar, dass wir dann noch eine Schüppe drauf legen müssen, aber das werden wir auch machen. Denn jeder bei uns weiß, dass es dann um Alles geht.

Ihr Vertrag wurde für die nächste Saison nicht verlängert. Sind Sie enttäuscht, dass Sie die Früchte Ihrer Arbeit nicht ernten können? Oder ist es für Sie einfach eine Bestätigung Ihrer Arbeit?

Ich bin Meister geworden. Dafür bin ich vor eineinhalb Jahren geholt worden. Letztlich hat jeder seinen Teil dazu beigetragen. Und wenn wir aufsteigen, dann ist der SVE da, wo er hingehört, nämlich in der Bezirksliga. Und darüber werde ich mich dann freuen.

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