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Nach Heessener Nicht-Aufstieg: Kommen die Neuzugänge trotzdem?

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Eines der neuen Gesichter in Heessen: Rhynerns Konstantin Rühl (links).

Trotz eines 3:0-Erfolges im Rückspiel hat es für den SVE Heessen gegen Türk Sport Bielefeld nicht zum Bezirksliga-Aufstieg gereicht. Jetzt übernimmt der neue Spielertrainer Rouven Meschede beim Meister der Fußball-Kreisliga A (1) - und er klärt auf, was nun mit den namhaften Neuzugängen passiert.

Hamm - Bis zum späten Sonntagnachmittag war Rouven Meschede noch Spieler von Coach Jürgen „Tülle“ Welp beim SVE Heessen. Nach dem in den Entscheidungsspielen gegen Türk Sport Bielefeld (2:6, 3:0) verpassten Bezirksliga-Aufstieg sind die beiden ab sofort Trainerkollegen (hier unser Liveticker des Rückspiels zum Nachlesen). Denn der 28-jährige Mittelfeldspieler des Meisters der Fußball-Kreisliga A (1) ist bekanntlich Welps Nachfolger – so hatte es der SVE schon im März kommuniziert. Noch eine Gemeinsamkeit des Duos ist, dass sie den Frust über die verpasste Krönung der Saison noch nicht verarbeitet haben.

„Das dauert noch ein bisschen, wohl auch bei jedem Spieler“, betont Meschede, der mit seinen Teamkameraden und künftigen Schützlingen trotz frisch angebrochener Sommerpause weiter in Kontakt steht: „Man schreibt ja untereinander – und wirklich glauben kann man nicht, was da am Sonntag passiert ist.“

"Tülle" Welp verabschiedet sich ohne Groll

Das sieht Welp, dessen Elf nach der deutlichen Pleite in Bielefeld im zweiten Duell den 1 000 Zuschauern im Marienstadion eine Aufholjagd ohne i-Tüpfelchen geliefert hatte, ähnlich. „Es dauert noch zwei, drei Tage, bis man das abgehakt hat“, sagt der 59-Jährige, der die SVE-Bank gerne als Aufstiegscoach verlassen hätte. „Dass wir den letzten Schritt nicht machen konnten, ärgert mich schon, aber so ist eben Fußball“, stellt Welp nüchtern fest. 

Ähnlich pragmatisch äußert sich das Heessener Urgestein zum jetzt wirksam gewordenen Trainerwechsel – von Groll keine Spur. „Es ist mein Verein gewesen, ich habe dort ja sogar Oberliga-Zeiten mitgemacht. Es hat Riesenbock gemacht, ich wünsche dem Klub alles Gute“, sagt er. Ein wenig getroffen hat ihn die Entscheidung gegen ihn aber schon, wie er nach dem Saisonfinale nochmals unterstreicht: „Wenn du als Trainer verpflichtet wirst, um Meister zu werden – und das ist ja gelungen –, dann gehst du schon davon aus, dass es weiter geht. Klar ist man dann auch etwas enttäuscht.“ 

Der Sportliche Leiter Jens Heusener hatte schon im März betont, dass die Vereinbarung mit Welp, der das Amt im Hammer Norden im Dezember 2017 übernommen hatte, für anderthalb Jahre gegolten habe – und damit jetzt regulär ende.

Kaderplanungen des SVE so gut wie abgeschlossen

Für seinen Nachfolger Meschede, als Trainer ein Novize, beginnt hingegen jetzt die Planung der Saisonvorbereitung. „Damit habe ich mich bisher nicht beschäftigt“, gibt er mit Blick auf den stressigen Aufstiegsendspurt zu. Den Trainingsauftakt hat er rund um den 12. Juli vorgesehen. Nach jetzigem Stand wird sein Aufgebot dann 24 Akteure umfassen. 

Kleines Wunder 3:0 reicht SVE gegen FC Bielefeld nicht zum Aufstieg

In Sachen Neuzugänge hat der SVE seine Arbeit so gut wie erledigt. Wie Meschede auf Nachfrage versicherte, gilt die Zusage der höherklassig erfahrenen Justin Perschmann, Philipp Grodowski (beide RW Ahlen), Konstantin Rühl (Westfalia Rhynern), Georgios Gkikas (TuS Wiescherhöfen) und Marius Michler (SC Neheim) auch in der Kreisliga A. „Ich wollte Spieler haben, die den Weg mitgehen, auch wenn es mit dem Aufstieg nicht klappen sollte“, betont der Spielertrainer. 

Meschede fürchtet keine Motivationsprobleme bei den Neuen

Motivationsprobleme bei den Neulingen fürchtet er nicht. „Ich habe den Streifen ja im vergangenen Jahr selbst mitgemacht“, erinnert sich Meschede an seinen Wechsel vom Oberligisten Ahlen in den Hammer Norden: „Wenn man sich ein paar Kreisliga-Spiele anschaut, weiß man, wie es läuft. Auch ich brauchte vier, fünf Partien, um mich einzufinden. Diese Zeit bekommen die Jungs.“

Nach dem Abschied von Cedric Packheiser benötigen die Heessener nur noch einen weiteren Torwart neben Jannik Meeß. Zudem rücken Jan Phillip Vormann, Luca Pätzold (beide eigene Reserve), Jan Spiekermann und Marvin Dartmann (beide A-Jugend) in den Kader der Ersten auf.

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