SVE Heessen holt im Derby gegen TSC den ersten Sieg

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TSC-Keeper Ibrahim Sariman war im Spiel gegen den Aufsteiger SVE Heessen an beiden Gegentoren beteiligt.

Hamm - Der SVE Heessen wollte forsch auftreten, das hatte Trainer Marian Christel versprochen, und so hat sich seine Mannschaft im Bezirksliga-Derby beim TSC Hamm auch gezeigt. Mit 2:1 (0:0) setzte sich der Aufsteiger am Ebertpark durch und sicherte sich so die ersten drei Punkte.

„Fußball kann so ungerecht sein, das hat man heute wieder gesehen. Wir hatten gefühlte 70, 80 Prozent Ballbesitz, doch vorne sind wir nicht kaltschnäuzig genug gewesen“, trauerte TSC-Coach Erdal Akyüz den vielen vergebenen Großchancen nach. „Wir hätten heute fünf oder sechs Tore machen müssen.“ Die Gastgeber erarbeiteten sich immer wieder beste Schussmöglichkeiten. Doch entweder vertändelten sie den Ball oder schossen am Heessener Tor vorbei. Zu allem Überfluss verlor der TSC auch noch Kevin Kocaalan. Er sah in der 58. Minute wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte.

In der ersten Halbzeit ließ Christel seine Mittelfeldakteure Pressing spielen, um den Spielfluss der Gastgeber zu stören. Im zweiten Spielabschnitt stellte er die Taktik um. „Wir haben vorne direkt zugemacht. Damit ist der TSC nicht klargekommen“, erklärte der SVE-Coach sein Erfolgsrezept. Zwar waren die Gastgeber optisch überlegen, doch Zählbares kam zunächst nicht heraus.

In der 36. Minute mussten Akyüz & Co. das erste Mal tief durchatmen. Tarik Basoglu tauchte nach einem kapitalen Abwehrfehler von Youssef Bouaid völlig allein vor dem TSC-Kasten auf. Doch Ibrahim Sariman behielt die Nerven und pflückte dem SVE-Stürmer den Ball vom Fuß. Das war die beste Tat des erfahrenen Schlussmanns, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Denn er war an beiden Gegentoren maßgeblich beteiligt. In der 60. Minute köpfte Benedikt Vogel zur 1:0-Führung der Gäste ein. Sariman hatte sich bei einer Flanke verschätzt. Beim zweiten Heessener Treffer sah er ebenfalls unglücklich aus. Der TSC-Keeper hatte einen langen Ball bereits abgefangen, ließ ihn jedoch vor die Füße von Bünyamin Uysal fallen, der nicht lange fackelte und zum 1:2-Endstand (84.) einschoss.

Zwischenzeitlich hatte Abdullah Sahin zum 1:1 ausgeglichen. Aus 14 Metern war er mit einem Flachschuss ins untere rechte Eck erfolgreich. Und Sahin war es auch, der den TSC allein zum Sieg hätte schießen können. Zwischen der 71. und 82. Minute hatte er die Führung trotz TSC-Unterzahl gleich viermal auf dem Fuß. Doch entweder traf er das Tor nicht oder er fand in Andreas Betke seinen Meister, der unter anderem einen Alleingang des TSC-Stürmers mit dem Fuß abwehrte (82.). „Ich denke, der Sieg war verdient, auch wenn wir ein bisschen Glück gehabt haben. Andreas hat super gehalten“, sagte ein zufriedener Christel. „Wir wollten heute unser Spiel machen, und das ist uns gelungen. Man hat gesehen, dass wir in der Bezirksliga mithalten können.“

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