SVE Heessen blickt zuversichtlich auf das Aufstiegsspiel

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Jubel beim SVE Heessen – so soll es auch im Aufstiegsspiel gegen den VfL Kamen sein.

Hamm - 24 Siege, ein Unentschieden, nur zwei Niederlagen – und trotzdem nicht aufgestiegen. Noch nicht. Die reguläre Saison in der Fußball-Kreisliga A ist nicht ganz vorüber, doch schon jetzt ist beim Staffel-Meister SVE Heessen alles auf das Entscheidungsspiel um den Bezirksliga-Aufstieg gegen den VfL Kamen ausgerichtet.

Am Mittwoch kommender Woche steigt auf dem Sportplatz des SVF Herringen an der Schachtstraße (18.30 Uhr) das Duell mit dem Sieger der Staffel 2. Für beide Teams ist es ein Treffen mit dem eigenen Spiegelbild. Sowohl Heessen als auch Kamen führen vor dem letzten Spieltag ihre Tabellen mit zehn Punkten Vorsprung an. Beide verfügen über die beste Defensive ihrer Spielklasse und über fast dieselbe Tordifferenz (+75/+76). Und für beide geht es nach einer Saison voller Spiele gegen defensiv eingestellte Gegner nun gegen einen selbstbewusst angreifenden Kontrahenten.

Auch dies haben beide Mannschaften gemeinsam: Sie machten bereits vor Wochen den ersten Platz perfekt. „Es ist nicht ganz einfach, die Spannung bis zum Aufstiegsspiel zu halten“, sagt Heessens Trainer Marian Christel. „Die Fitness ist da, aber im Kopf der Spieler ist drin: Wir sind Meister, wir müssen gar nicht mehr spielen. Das merkt man im Training, da wird ein bisschen Larifari gemacht. Wir lassen das bis zu einem Punkt laufen. Dann sind die Jungs aber auch sofort wieder konzentriert bei der Sache“, sagt der 46-Jährige, der das SVE-Team vor drei Jahren, im Sommer 2012, übernommen hat.

Es ist nicht lange her, dass Heessen (2011/12) und Kamen (2013/14) in der Bezirksliga spielten. Dorthin soll es nun zurückgehen. Dass es beide Teams aufgrund ihrer überragenden Bilanzen verdient hätten, steht für Christel außer Frage. Dass sie es aber nicht ohne Umweg dürfen, stößt beim SVE-Trainer auf Unverständnis: „Diese Aufstiegsregel ist der größte Blödsinn, den ich je gesehen habe. Wenn ich Meister bin, dann steige ich auf. In meinen Augen hätte man das besser lösen können, wenn man ein bisschen mehr nachgedacht hätte.“ Da der Fußball-Kreis Unna/Hamm auch in dieser Saison nur einen sicheren Aufsteiger stellt, muss der Verlierer der Entscheidungspartie in Hin- und Rückspiel gegen einen Vertreter des Kreises Dortmund um einen weiteren Freiplatz in der Bezirksliga antreten.

Doch so weit wollen es die Heessener nicht kommen lassen. „Unser Ziel ist, es schon gegen Kamen klar zu machen“, sagt Christel. Informationen zum VfL, dem sich vor dieser Saison zahlreiche unzufriedene Spieler des Bezirksligisten SuS Oberaden angeschlossen haben, hat er sich bereits besorgt. „Wir wollen uns aber nicht nach dem Gegner richten“, sagt er selbstbewusst.

Dieses Vertrauen in die eigene Stärke ist das Resultat einer guten Saison. „Wir haben das erreicht, was wir uns vorgenommen haben: ganz oben mitzuspielen. In der Rückserie waren wir die konstanteste Truppe“, sagt Christel. „Wir müssen definitiv keine Angst haben vor dem VfL. Wir freuen uns riesig auf eine Partie mit großer Kulisse, die die Spieler hoffentlich beflügelt und nicht belastet“, sagt Christel.

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