Schwere Aufgabe für ASV in Großwallstadt

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Björn Wiegers

HAMM -  Nein, Favorit ist die Mannschaft des ASV Hamm-Westfalen nicht gerade, wenn sie am Samstag (19.30 Uhr/f.a.n arena Aschaffenburg) zum Auswärtsspiel beim TV Großwallstadt antritt. Angstschweiß werden die Akteure von Kay Rothenpieler allerdings auch keinen auf der Stirn bekommen, wenn sie in die Halle einlaufen – versichert der ASV-Coach.

„Natürlich wird es dort sehr schwer für uns“, sagt Rothenpieler. „Aber auf der anderen Seite sieht man, dass jeder in der Liga jedes Spiel gewinnen kann. Wir fahren jedenfalls mit sehr viel Spaß und Selbstvertrauen dahin und wollen ein sehr unbequemer Gegner sein.“ Dass der TVG bislang überhaupt erst zweimal als Verlierer das Parkett verlassen musste, ist den Hammern jedoch Warnung genug, dafür, dass die eigene Miniserie nur halten kann, wenn die Mannschaft all ihre Qualitäten in die Waagschale legt. „Mit Kampf kann man viel bewegen“ sagt Rothenpieler. Und davon hat er zuletzt beim 37:33-Erfolg über Eisenach und dem 29:29 in Hildesheim sehr viel bei seiner Mannschaft gesehen. „Die guten Ergebnisse sind die beste Medizin gegen aufkommende Unruhe“, so der Coach, der zuletzt auch „eine gute Atmosphäre im Training“ ausgemacht hat. „Und die Erfolge haben wir uns mit hartem Training erarbeitet. Jetzt müssen wir jedoch weitermachen und dürfen nicht in Euphorie verfallen.“

Einer, der durch seine Art positive Stimmung ins Training mitgebracht hat, ist Linksaußen Joscha Ritterbach. Der Einstieg des seit Saisonbeginn verletzten Neuzugangs in den Kader, „ist sicher ein Faktor, der der Mannschaft gut tut“, sagt Rothenpieler. „Joscha ist ein gelernter Linksaußen, hat Qualität, ist jung und positiv verrückt. Er bringt eine ganz andere Stimmung ins Training – auch wenn er manchmal noch etwas überdreht. Das hat uns gefehlt.“ Zudem sorge der Nachwuchsmann auch dafür, dass der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft angeheizt wird. Wovon Fabian Huesmann wiederum profitiert, dem Rothenpieler zuletzt eine deutliche Steigerung attestierte. „Darum wird er auch mit nach Großwallstadt fahren“, legte sich der Coach fest, der dafür David Wiencek zur Oberliga-Vertretung abgeben wird.

Auch bei Sebastian Schneider war in den vergangenen Wochen eine Leistungssteigerung zu erkennen. Vor allem gegen Eisenach spielte der Rückraumakteur stark auf. „Das“, so Rothenpieler, „muss bei ihm allerdings Standard werden. Sebi muss immer Vollgas geben.“ Zumal Schneider auch in Großwallstadt mehr in die Pflicht genommen werden dürfte, da Spielmacher Ondrej Zdrahala zu Beginn der Woche (Montag und Dienstag) erkältungsbedingt nicht trainiert hat und entsprechend geschwächt in die Partie gehen wird. „Ob er dann 60 Minuten Tempohandball durchhalten kann, ist fraglich.“

Auf Björn Wiegers werden die Hammer dagegen ganz verzichten müssen. Der Kreisläufer, der in der Schlussminute in Hildesheim die Rote Karte sah, ist für ein Spiel gesperrt worden und pausiert entsprechend. Für ihn wird Jan Brosch wieder dabei sein, der nach seiner Hüftprellung bereits am vergangenen Samstag für die zweite Mannschaft auflief.

Gegen den „auf allen Positionen gut besetzten“ TVG gelinge es aber ohnehin nur über „irrsinnige Euphorie und Leidenschaft“, zum Sieg zu kommen. „Das“, so Rothenpieler, „ist die Grundvoraussetzung. „Wir müssen gut verteidigen, sehr beweglich sein und versuchen, zu leichten Toren zu kommen. Denn Großwallstadt spielt eine stabile und aggressive Deckung.“ - güna

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