Handball

Kreisläufer Jan Brosch verletzt: ASV-Testspiel gegen Nordhorn abgebrochen

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Verletzt: Jan Brosch

[Update, Sonntag 13 Uhr] Mit einem Spielabbruch endete das Testspiel zwischen den beiden Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen und SG Nordhorn-Lingen, das vom ASV-Partner SG Sendenhorst in der Sporthalle St. Martin ausgetragen wurde. 

Sendenhorst - Nachdem ASV-Akteur Jan Brosch bei einer Angriffsaktion mit HSG-Spieler Toon Leenders zusammengerasselt war, blieb der Hammer benommen liegen und musste nach 15-minütiger Behandlungspause mit Verdacht auf Verletzung der Halswirbelsäule ins Krankenhaus gebracht werden. Nach Handball spielen war anschließend in der Halle niemandem mehr zumute, und so einigten sich die Trainer Kay Rothenpieler (ASV) und Heiner Bültmann (HSG) nach kurzer Beratung darauf, die Partie nicht mehr fortzusetzen. „Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist und Broschi schnell wieder auf die Beine kommt“, zeigte sich Rothenpieler direkt nach dem Spiel noch besorgt.

Am Sonntagmorgen folgte dann die erste vorsichtige Entwarnung, die für große Erleichterung bei allen Beteiligten sorgte. „100-prozentig ist die Diagnose noch nicht, aber eine CT-Untersuchung hat ergeben, dass die Bilder von Kopf und Nacken unauffällig sind. Das ist erst einmal positiv“, atmete Rothenpieler nach einem Telefonat mit seinem Kreisläufer auf. „Ich habe mit ihm gesprochen, er hat zwar noch Schmerzen und ist auch über Nacht im Krankenhaus geblieben, aber es geht ihm schon besser. Broschi ist eben ein zäher Bursche.“ 

Um alle Risiken auszuschließen, soll am heutigen Montag noch eine MRT-Untersuchung folgen. Dennoch war der Spielabbruch in der gegebenen Situation am Samstag für alle Beteiligten alternativlos. „Weiterzuspielen hätte in der Situation keinen Sinn mehr gemacht. Denn jeder hätte nur noch an diese Situation gedacht“, war sich Rothenpieler sicher. Und Bültmann stimmte zu: „Die Pause war einfach zu lang und alle ein ein bisschen geschockt.“ 

Beim Stand von 14:18 war der Hammer Kreisläufer in der 39. Spielminute „mit dem Kopf in die Hüfte“ von Nordhorns Toon Leeders gerammt und mit großen Schmerzen am Boden liegen geblieben. So hatte zumindest der ehemalige ASVer Julian Possehl, der jetzt für die HSG spielt, die Situation erlebt. 

Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Nordhorner das engagiertere und frischere Team gewesen und hatten vor allem vor der Pause das Geschehen vor gut 200 Zuschauern dominiert. Mit all den Eigenschaften, die Rothenpieler gerne von seiner Mannschaft gesehen hätte – großes Engagement, sehr bewegliche Abwehr und viel Spielwitz in den Offensivaktionen – kaufte die HSG den Hammern den Schneid ab. Nach zehn Minuten stand es bereits 2:5 – ein Vorsprung, den Nordhorn bis zur Pause hielt (11:14), weil es zum einen mit Björn Buhrmester einen bärenstarken Keeper zwischen den Pfosten hatte und zum anderen mit sicherem Spiel im Angriff dafür sorgte, dass der ASV gar nicht erst in sein Tempospiel kam. 

Nur zwei Gegenstöße in knapp 40 Minuten sprechen für sich. „Bei uns hat man gemerkt, dass die Spieler müde waren“, sagte ASV-Co-Trainer Torsten Friedrich, und Rothenpieler ergänzte, „dass wir in der ersten Halbzeit schlecht gespielt haben. Daher hatten wir uns für die zweite Halbzeit vorgenommen, aggressiver zu agieren und das Spiel vielleicht noch zu drehen. Aber dann kam die Verletzung dazwischen.“

 Den Sonntag hat der ASV-Trainer seinen Spielern frei gegeben, um zu regenerieren. Am Montag steigt das Team dann wieder mit zwei Trainingseinheiten ein – und der Vorbereitung auf seine Saisonpremiere in der Westpress Arena gegen den TBV Lemgo, die am Dienstag um 19.30 Uhr angepfiffen wird. Noch ohne Jan Brosch, aber dafür mit der positiven Nachricht, dass der Kreisläufer möglicherweise schon bald wieder auf das Spielfeld zurückkehren wird.

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