ASV ist in der letzten Partie des Jahres klarer Favorit

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Lars Gudat fehlt dem ASV in der Partie gegen den SV Henstedt-Ulzburg.

Hamm - Wenn es nach Niels Pfannenschmidt geht, gibt es in diesem Jahr noch ein spätes Weihnachtspräsent. Ein ziemlich dickes. Für den Trainer selbst, seine Mannschaft und die vielen Zuschauer, die am Samstag (19.15 Uhr) in die Westpress-Arena kommen.

Dann will der ASV Hamm-Westfalen gegen den SV Henstedt-Ulzburg die nächsten Punkte sammeln – und seinen Höhenflug in der 2. Handball-Bundesliga forsetzen.

„Die Mannschaft muss sich selbst beschenken“, erwartet Pfannenschmidt einen weiteren Sieg seines Teams, das aus den vergangenen sechs Partien bereits 12:0 Punkte geholt hat. „Wir wollen, dass diese Serie weiterhin Bestand hat und dass wir mit einem guten Gefühl in die Pause gehen.“

Die Partie am 2. Weihnachtsfeiertag ist die letzte vor der dann anstehenden sechswöchigen Meisterschaftsunterbrechung wegen der EM. Pfannenschmidt wird seinen Spielern nach dem Jahresausklang erst einmal eine Verschnaufpause bis zum 9. Januar gönnen, schließlich waren die vergangenen Wochen extrem kräftezehrend. Die Vorbereitungen auf das Henstedt-Spiel laufen derweil wie die auf jedes andere, auch an Heiligabend sowie am 1. Feiertag bittet der Coach seine Schützlinge zum Training. 

Die Mannschaft soll bestens gerüstet in das Duell mit dem Kellerkind gehen, und Pfannenschmidt hat in den Übungseinheiten festgestellt, dass seine Schützlinge „sehr fokussiert“ sind. „Wenn wir eine normale Leistung auf die Platte bringen, dann werden wir auch gewinnen“, ist sich Pfannenschmidt sicher und betont, dass dies kein Ausdruck von Überheblichkeit sein soll. Die sei ohnehin völlig unangebracht.

Vielmehr ergibt sich Pfannenschmidts Einschätzung aus der klaren Rollenverteilung. Henstedt, Tabellen-18., hat nur eines der vergangenen sieben Spiele gewonnen, ging zuletzt in Erlangen unter – und hat große Personalprobleme. Torhüter Jan Peveling (ehemals Ahlener SG) sowie Daniel Eggert, Karl Saint Prix, Tim Völzke und Robert Schulze fallen allesamt verletzt aus. „Wir haben realistisch gesehen in unser derzeitigen Situation keine Chance in Hamm“, stempelt „Frogs“-Trainer Matthias Karbowski sein Team zum krassen Außenseiter.

Daran ändert auch der Umstand nichts, dass beim ASV neben den langzeitverletzten Savvas Savvas und Jan-Lars Gaubatz noch Lars Gudat ausfallen wird. Der Rechtsaußen zog sich im Training einen Bänderriss im Sprunggelenk zu. In den Kader rückt am Samstag auf jeden Fall der A-Jugendliche Jan Pretzewofsky – und aller Voraussicht nach erstmals nach seinem Kreuzbandriss Fabian Huesmann. Der Linksaußen könnte Joscha Ritterbach zumindest für einige Minuten entlasten, der zuletzt aufgrund der fehlenden Sommerpause wegen der Junioren-WM sichtlich durchhing.

Dennoch: Der ASV ist gegen Henstedt Favorit, bewies zuletzt gerade gegen Teams aus den unteren Tabellenregionen Souveränität. Er hat sich mittlerweile stabilisiert, eine „richtig tolle Entwicklung“ (Pfannenschmidt) gemacht. Und dabei war der Coach in der Partie gegen Emsdetten (36:35) zum ersten Mal seit langer Zeit nicht mit seiner Abwehr zufrieden. Im Normalfall steht aber auch diese stets sicher, selbst in Unterzahlsituationen überzeugen die Hammer. Und der Angriff hat sichtlich Fahrt aufgenommen – im wahrsten Sinne. „Unser Tempospiel“, so der Coach, „ist echt gut geworden.“ Genau das soll auch ein Mittel sein, um die Henstedter zu knacken, der ersatzgeschwächte SV nimmt in der Regel mehr als einen Abwehr-Angriff-Wechsel vor – und könnte so gerade bei Hochgeschwindigkeits-Aktionen des Gegners anfällig sein. Voraussetzung dafür allerdings ist zunächst einmal wieder eine stabile, kompakte, aggressive und konzentrierte ASV-Defensive. Damit es am Ende tatsächlich das späte Weihnachtsgeschenk in Form von zwei weiteren Punkten gibt.

Durch die würde der Tabellenfünfte auch seine Punktzahl in der Heimtabelle positiv gestalten. Und sich für die restlichen Partien nach der EM-Pause wappnen. „In der Rückrunde haben wir die ganzen Mannschaften von oben auswärts. Auch wenn wir in fremden Hallen wirklich gut sind – dann wird sich erst richtig zeigen, wo wir stehen“, sagt Pfannenschmidt. „Darauf freue ich mich jetzt schon.“

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