Rothenpieler sieht die Rollen in der ersten Pokalrunde "klar verteilt"

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Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: Sören Südmeier tritt in Minden gegen seinen Heimatverein an.

Bevor für den Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen die neue Saison beginnt, steht die erste Runde im Pokal an - gegen ein echtes Schwergewicht. Gegen den Erstligisten GWD Minden erwartet Coach Kay Rothenpieler den nächsten Härtetest und ein emotionales Duell.

Hamm – Eigentlich stecken die Akteure des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen noch mitten in der Saisonvorbereitung. Schließlich steht zum Liga-Auftakt mit der Partie bei Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim am Sonntag in einer Woche gleich eine immens wichtige Begegnung auf dem Spielplan. 

Dennoch wollen Trainer Kay Rothenpieler und sein Team den ersten Pflichtspiel-Auftritt am Samstag im Pokal beim Erstligisten GWD Minden (18.30 Uhr/Sporthalle Hauptschule Dankersen) mit aller Seriösität angehen. „Erstmal fahren wir zu einem Bundesligisten, da sind die Rollen klar verteilt“, betont der Coach zwar. „Aber wenn wir einen richtig guten Tag erwischen, sind wir schon nicht schlecht – und so werden wir dieses Spiel auch annehmen.“ 

ASV will dem Favoriten das Leben schwer machen

Das Los hat den Hammern im Mini-Turnier der ersten Pokalrunde gleich den stärksten der drei Gegner beschert, was die Gefahr beinhaltet, dass die Mannschaft am Sonntag wieder in der Trainingshalle stehen wird, anstatt gegen den Sieger der zweiten Partie zwischen den Drittligisten HC Empor Rostock und Oranienburger HC das Finale (14 Uhr) des Erstrunden-Turniers zu bestreiten. 

Die Vorbereitungsergebnisse lassen zumindest die Hoffnung zu, dass der ASV dem Favoriten aus Ostwestfalen das Leben schwer machen kann. „Gegen Aalborg haben wir ein gutes Spiel gemacht. Das war wichtig für den Kopf“, sagt der Coach, auch wenn die Partie mit der beschwerlichen Anreise der Dänen unter keinem guten Stern stand. „Aber wir wollten das unbedingt gewinnen. Es war wichtig gegen einen so starken Gegner ergebnisorientiert zu spielen. Und das Spiel hat gezeigt, dass einige Abläufe schon da sind, die Jungs sich sehr gut verstehen.“ 

Milde fällt verletzungsbedingt aus

Dass sich beide Mannschaften im Pokaltreffen nichts schenken werden, steht für den Coach fest. „Egal, wer Favorit ist, es wird auf jeden Fall ein sehr emotionales Spiel“, ist sich Rothenpieler sicher. Was allein durch das Personal auf beiden Seiten bedingt ist. Denn auf ASV-Seite stehen mit Markus Fuchs, Marten Franke und Sören Südmeier drei Spieler mit Mindener Vergangenheit, bei GWD sind es Joscha Ritterbach und Savvas Savvas, die bereits das Hammer Trikot getragen haben. 

Auch für Marian Michalczik als gebürtigen Ahlener dürfte es ein spannendes Match werden. Beim ASV muss nach Jakob Schwabe (Knochenfraktur am Fingergrundgelenk) nun auch Oliver Milde verletzungsbedingt passen. „Oli ist am Mittwoch im Training unglücklich umgeknickt“, sagt der Trainer. „Er wird nicht spielen können.“ 

Vorsicht bei Huesmann und Brosch

Zudem ist bei Fabian Huesmann und Jan Brosch nach deren überstandenen Verletzungspausen noch Vorsicht geboten. „Broschi hat gegen Aalborg ein sehr gutes Spiel gemacht, wir haben gut über den Kreis gespielt, und er hat viele Tore gemacht“, sagt Rothenpieler. „Wir müssen aber bei ihm ein wenig aufpassen, weil er ja in der Abwehr aufgrund der Verletzung von Jakob viel zum Einsatz kommen wird.“ 

Auch Minden ist nicht problemlos durch die Vorbereitung gekommen. Voraussichtlich werden Kreisläufer Magnus Gullerud (Norwegen) und Mittelmann Aliaksandr Padshyvalau aus Weißrussland verletzungsbedingt gegen den ASV passen müssen. Während Rothenpieler zu Beginn der Woche noch ohne Rücksicht auf das Pokalwochenende mit voller Belastung trainieren ließ, schraubte er die Intensität in den vergangenen Tagen deutlich herunter. „Ab jetzt stehen sowieso geänderte Inhalte im Vordergrund“, sagt der Trainer. „Jetzt konzentrieren wir uns eher auf mannschaftstaktische Dinge und das Feintuning.“ 

Gute Testergebnisse, aber noch genügend Luft nach oben

Das hat zuletzt in den Testbegegnungen zum Teil schon ganz gut gepasst. Sowohl in der Zusammenarbeit zwischen den Torhütern und der Defensive als auch im Timing beim Tempospiel nach vorne sieht der Trainer durchaus Luft nach oben. „Alles in allem hatten wir Phasen, wo die Kooperation in der Abwehr gut geklappt hat“, lobt Rothenpieler. 

„Aber wir müssen einige Dinge besser machen.“ Wie weit die Mannschaft aktuell ist, welche Leistung sie in der Lage ist, abzurufen, kann Rothenpieler ohnehin nur schwer abschätzen. „Da werden wir erst in der Liga sehen, ob es reicht.“

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