ASV peilt gegen Eisenach den ersten Heimsieg an

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Der Einsatz von Björn Wiegers am Freitag steht auf der Kippe.

HAMM - Es ist Versuch Nummer vier: Wenn Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend (19.45 Uhr, Westpress-Arena) auf den ThSV Eisenach trifft, will die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler den ersten Heimsieg der laufenden Saison einfahren. „Dafür werden wir alles tun“, so der Coach.

Das wird nötig sein. Denn immerhin gastiert mit den Thüringern nicht nur ein Erstliga-Absteiger, sondern auch einer der diesjährigen Topfavoriten im Hammer Osten. Dass der ThSV einen äußerst mäßigen Start in die Spielzeit erwischte und sich derzeit im grauen Mittelfeld wiederfindet, habe keine Aussagekraft, betont Rothenpieler. Als „Anlaufschwierigkeiten“ klassifiziert er die momentanen Probleme beim kommenden Gegner und sagt: „Das ist eine Mannschaft mit einer irrsinnigen Präsenz, die körperlich sehr stark ist. Zudem ist Eisenach auf allen Positionen gut bis doppelt gut besetzt.“ Was allerdings nichts an der Zielsetzung des ASV ändert. Die Bilanz in eigener Halle soll aufpoliert werden.

„Ein Erfolgserlebnis würde uns gut tun. Und gegen so einen Gegner wäre es eine Riesensache“, erklärt der Coach. Ein Punkt aus den bisherigen drei Partien vor eigenem Publikum steht nur zu Buche. Zu wenig, erst recht angesichts der Tatsache, dass es dabei eine Niederlage gegen Schlusslicht Baunatal setzte und der ASV gegen Rostock eine hohe Führung verspielte. Dass daraus eine gewisse Unruhe im Umfeld entstanden ist, kann Rothenpieler nachvollziehen, weist aber auch darauf hin, dass diese „nicht spurlos an der Mannschaft“ vorübergehe.

Das Gefühl, gerade zu Hause etwas beweisen zu müssen, gebe es und damit verbunden auch einen „gewissen Druck“. Lähmend, da ist sich Rothenpieler sicher, wird der aber nicht wirken. „Wir wollen einen absoluten Fight bis zur letzten Minute bieten, werden alles geben und alles dafür tun, dass wir das Vertrauen und die Unterstützung von den Zuschauern bekommen. Denn die brauchen wir“, weiß Rothenpieler, dass sein Team in Vorleistung treten muss. Dass es dazu gewillt ist, hat er in sehr intensiven Trainingseinheiten festgestellt.

Die Stimmung sei „irgendwie anders“ gewesen. „Sehr gut, aggressiv, aber auch mit dem nötigen Spaß“ sei die Mannschaft zur Sache gegangen, habe „super mitgezogen“, meint der Trainer. Wofür auch die Rückkehr von Joscha Ritterbach ins Mannschaftstraining sorgte, der „noch einmal eine etwas andere Art reinbringt. Er ist so ein bisschen ein Heißsporn“, erklärt Rothenpieler. Ein Einsatz am Freitag kommt für ihn aber wohl zu früh. Auch Jan Brosch ist weiter nicht dabei, bei Björn Wiegers (Schulterprobleme) stehen die Chancen 50:50.

Unabhängig von allen Personalien soll der „Matchplan“ aufgehen, die Hammer wollen extrem unbequem für die Eisenacher sein. Mindestens. „Wichtig ist, dass wir entschlossen sind, dass wir ihnen das Leben sehr, sehr schwer machen. Wir wollen wie Kletten sein und sie gar nicht erst ins Spiel kommen lassen“, sagt Rothenpieler. Wozu ein gesundes Selbstvertrauen ebenso nötig ist wie das Bewältigen von Stresssituationen, die dem ASV zuletzt zu schaffen machten. „Die müssen wir besser überstehen. Da müssen wir eine gewisse Disziplin halten, einfach weitermachen und nicht zu viel nachdenken“, so der Coach. „Aber wir brauchen dann einfach auch ein gewisses Quäntchen Glück.“ Und stabilere Torhüter als zuletzt. Doch Tomas Mrkva und Dennis Doden hatten auf Rothenpieler in den Übungseinheiten ebenfalls einen guten Eindruck hinterlassen. Was die Zuversicht nährte, dass es im vierten Anlauf klappt mit dem ersten Heimsieg. „Es wird ein hartes Stück Arbeit“, sagt Rothenpieler. „Aber ich hoffe, dass wir uns einfach mal belohnen. Dann würde ein Stein fallen.“ - fh

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