Pokal: ASV Hamm-Westfalen startet in Wilhelmshaven

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Ondrej Zdrahala

HAMM - Die guten Ergebnisse der Vorbereitung? Am besten aus dem Gedächtnis streichen. Denn mit dem Erstrundenmatch um den DHB-Pokal beim Wilhelmshavener HV (20 Uhr/Nordfrostarena) beginnt für Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen erst am Mittwoch die Saison wirklich.

Das erste Pflichtspiel soll dabei auch zum Gradmesser für die Mannschaft von Kay Rothenpieler werden – und möglichst zur optimalen Starthilfe für eine erfolgreiche Spielzeit. „Alles, was in der Vorbereitung war, ist jetzt hinfällig“, sagt der Coach. „Denn ab sofort ist der Druck da – aber natürlich auch die Vorfreude, dass es endlich losgeht. Und nach dem Spiel werden wir sehen, wo wir wirklich stehen.“

Dass das Los den Hammern mit dem WHV eine Traditionsmannschaft des deutschen Handballs bescherte, haben die ASV-Verantwortlichen mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Schließlich gibt es angenehmere Erstrundengegner als den ambitionierten Drittligisten, der unter anderem mit Oliver Köhrmann einen ehemaligen deutschen Nationalspieler (17 Einsätze) und langjährigen Bundesligaakteur in seinen Reihen hat.

Doden war schon für den WHV aktiv

Der Spielmacher des WHV kämpfte von 2007 bis 2009 noch gemeinsam mit dem Hammer Mittelmann Ondrej Zdrahala beim TV Großwallstadt um Punkte. Auch ASV-Keeper Dennis Doden wird in Wilhelmshaven einige Bekannte begrüßen, war er doch auch bereits für den WHV aktiv. Um so mehr hoffen die Gastgeber, den klassenhöheren ASV zu ärgern und aus dem Wettbewerb zu befördern. „Wir wissen, dass ein schweres Auswärtsspiel vor uns liegt“, sagt Rothenpieler. „Denn Wilhelmshaven ist ambitioniert und sehr heimstark.“

Wilhelmshaven mit Personalproblemen

Der WHV hat sich in der Vorbereitung mehr und mehr gefunden und gute Ergebnisse erzielt. Allerdings sind einige Spieler noch angeschlagen: Ivo Warnecke, Evgeny Vorontsov, Tobias Schwolow und Matej Kozul laborieren an kleineren Verletzungen, und Lukas Mertens ist noch auf Länderspielreise.

Auch Rothenpieler kann nicht auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Zwar wird er Kreisläufer Jan Brosch und Linksaußen Fabian Huesmann mit auf die Fahrt in den Norden nehmen. Doch den langzeitverletzten Neuzugang Joscha Ritterbach erwartet er frühestens in drei Wochen wieder zurück in der Mannschaft. Der Nachwuchs-Nationalspieler hat die Gehhilfen abgelegt und steigt jetzt wieder langsam ins Lauftraining ein. Auch Markus Fuchs fällt aus. Der Rückraumspieler hatte aufgrund einer Schienbeinentzündung zuletzt passen müssen und soll noch geschont werden, damit er beim wichtigen Ligastart am Samstag in Emsdetten zumindest sporadisch eingesetzt werden kann. „Emsdetten sollte aber noch nicht in den Köpfen sein“, warnt der Coach. „Denn wir brauchen alle Energie für das Pokalspiel.“

Die Trainingsintensität hat Rothenpieler in dieser Woche wieder erhöht, nun hofft er zu sehen, dass seine Spieler die zuletzt einstudierten taktischen Spielzüge auch im Ligaalltag umsetzen. - güna

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