Hohe Intensität im Trainingslager des ASV

+
Zahlreiche Sportler haben derzeit auf Fuerteventura ihre Zelte aufgeschlagen. Unter anderem bekam der ASV Kontakt zu Triathleten, darunter der dreimalige spanische Europameister Francisco Javier Gómez Noya.

FUERTEVENTURA - Ein wenig ließ Kay Rothenpieler die Zügel schleifen. Ausnahmsweise. Nach drei intensiven Tagen im Trainingslager auf Fuerteventura gönnte der Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen seinen Spielern am Nachmittag eine kleine Verschnaufpause.

„Dem einen oder anderen tun die Beine im Moment ein wenig weh. Gerade die Intervallläufe hauen rein“, weiß der Coach und verordnete seinen Spielern „etwas Regeneration, damit wir in den letzten beiden Tagen noch einmal eine richtig hohe Intensität haben“.

Lesen Sie zum Thema auch:

- Perfekte Bedingungen für ASV auf Fuerteventura

Zumal heute auch eine ungewöhnliche Einheit auf die Handballer wartet. Die schwedische Ringer-Nationalmannschaft hat ebenfalls auf Fuerteventura ihre Zelte aufgeschlagen – und erwartet den ASV zum „Kräftemessen“.

Ob es tatsächlich auch mal spaßeshalber in den „Nahkampf“ geht, ist noch offen. Im Mittelpunkt steht aber ohnehin vor allem das gemeinsame „Warmup“ – und damit der Blick über den Tellerrand. „Es ist wichtig, auch mal was anderes zu machen“, weiß Rothenpieler um den Wert der Abwechslung, die auch bereits die Treffen mit den Triathleten Sebastian Kienle und Francisco Javier Gómez Noya boten.

Eintönig war das Trainingslager, das am Samstag endet, allerdings bislang beileibe nicht. Drei Einheiten täglich standen und stehen auf dem „Stundenplan“. Zum Start ist stets schwimmen oder laufen angesagt. Nach dem Frühstück geht es dann in die Halle, wo vor allem die Arbeit in Kleingruppen forciert wird, um das Zusammenspiel zu verfeinern.

Dass dabei Spielmacher Ondrej Zdrahala fehlt, der mit Tschechien bei der WM in Katar weilt, nimmt Rothenpieler recht gelassen hin, weil der Mittelmann die Abläufe kennt. Dass dadurch David Wiencek zwangsläufig mehr in die Verantwortung genommen werden muss, kommt dem Coach keineswegs ungelegen.

Kräftezehrende Intervallläufe am Nachmittag

„Für Davids Selbstvertrauen ist es wichtig, dass er im Moment alleine auf Rückraum Mitte ist. Dadurch bekommt er auch mehr Bindung zur Mannschaft“, sagt der 43-Jährige – wohlwissend, dass das ein wichtiger Faktor in den ersten Meisterschafts-Begegnungen des neuen Jahres werden könnte.

„Da werden wir ihn ganz sicher mehr brauchen, zumal man ja auch nicht genau weiß, in welcher Verfassung Ondrej direkt nach der WM sein wird“, so Rothenpieler. Kapitän Jakob Macke arbeitet angesichts seines Bänderrisses im Ringfinger während der Halleneinheit übrigens individuell im athletischen Bereich.

Dass der ASV konditionell und physisch auf der Höhe sein wird, dafür sorgt auf der sonnigen Kanaren-Insel vor allem die Nachmittagseinheit – unter anderem mit den gefürchteten, kräftezehrenden Intervallläufen. Doch auch bei denen sind die Spieler extrem engagiert bei der Sache.

Motiviert und konzentriert: Es macht richtig Spaß

„Die Jungs arbeiten die Sachen nicht einfach ab, sondern ziehen unheimlich gut mit, sind sehr motiviert und konzentriert. Wir haben eine gute Grundintensität. Es macht richtig Spaß“, sagt Rothenpieler. „Man merkt einfach, dass sich jeder weiter verbessern will.“

Übrigens auch in punkto kochen: Schließlich müssen sich die Spieler, die zu dritt oder viert in einem Apartment des Playitas Resort wohnen, mittags selbst versorgen. „Das ist anschließend immer großes Gesprächsthema“, grinst Rothenpieler, der dafür sorgt, dass der Spaß nicht zu kurz kommt.

Trainer-Manager nutzt Pausen für Einzelgespräche

Die Abende bieten die Möglichkeit zu gemeinsamen Unternehmungen. Allerdings nutzt der Trainer-Manager Pausen an den jeweiligen Tagen auch für erste Einzelgespräche mit den Spielern über die bisherige Saison und die Zukunft. „Dafür kann man die Zeit hier gut gebrauchen“, sagt Rothenpieler.

Das Ziel für den Rest der Saison will der Tabellenachte derweil erst nach der Rückkehr festlegen. In Kaiserau. Beim zweiten Traininglager. „Denn dann“, so der Coach mit Blick auf die Rückkehr Zdrahalas, „sind wir komplett.“ - fh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare