Handball

Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen verliert beim ThSV Eisenach 

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Jan von Boenigk

Ein Katastrophen-Start kostete den ASV Hamm-Westfalen die Punkte beim Aufsteiger ThSV Eisenach - und die Tabellenführung. Mit 29:24 (17:12) gewann der ThSV und holte das Rothenpieler-Team unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück.

Eisenach - Der ASV hatte vor dem Spiel schon um den Einsatz von Merten Krings gebangt, schließlich wurde die Befürchtung Gewissheit - der 30-Jährige musste passen, nachdem er sich im Heimspiel gegen seinen Ex-Klub TV Emsdetten eine Knöchelblessur zugezogen hatte. Und damit nicht genug: Das Spiel war gerade erst drei Minuten alt, als auch Stefan Lex bei seinem Treffer zum 2:1-Anschluss einen Schlag gegen den Kopf bekam und vorerst das Feld verlassen musste.

So benommen wie der Hammer Rückraumrechte agierten die anderen Hammer anschließend auf dem Feld. Die Defensive um den Innenblock mit Markus Fuchs und Jan Brosch bekam den quirligen und agilen Rückraum der Gastgeber nicht in den Griff, und vorne biss sich das Team die Zähne an der gut funktionierenden Eisenacher Abwehr aus, die ASV-Spielmacher Sören Südmeier konsequent mit einer 5:1-Deckung bearbeitete. Ein Wirkungstreffer, der sich im Zwischenstand widerspiegelte. 6:2 hieß es nach zehn Minuten für den Aufsteiger. 

Doch es sollte noch schlimmer kommen für die Gäste. Nach dem siebten ThSV-Treffer nahm ASV-Coach Kay Rothenpieler seine erste Auszeit - drei weitere Tore musste die Mannschaft danach zum 10:3 hinnehmen (19.), ehe der Trainer entnervt seinen zweiten Break nahm. 

Fortan versuchte Rothenpieler der Übermacht der Hausherren mit dem taktischen Mittel des siebten Feldspielers Herr zu werden. Eine Maßnahme, die Hamm zumindest auf Augenhöhe brachte. Mit dem dynamischen Ivar Stavast, der nun zum Einsatz kam und vor der Pause drei Treffer erzielte, gelang es zumindest, den Rückstand zu verkürzen - zwischenzeitlich zum 14:10 (27.). Doch Eisenach verteidigte die Führung bis zum 17:12-Pausenstand. 

 Auch nach dem Wechsel versuchte es Rothenpieler zunächst weiter mit sieben Feldspielern, doch im Abschluss blieb die Trefferquote zu gering, weil die ThSV-Keeper beide einen sehr guten Job machten. 

So lag der Vorsprung der Gastgeber nach 35 Minuten sogar wieder bei sechs Toren (19:13), ehe drei starke Paraden des ebenfalls sehr gut aufgelegten Felix Storbeck im ASV-Tor und ein 4:1-Lauf im Angriff zum 20:17 (42.) dafür sorgten, dass die Gäste noch einmal Hoffnung schöpften, diese so verkorkst begonnene Partie doch noch zu drehen. Jetzt war es an Eisenach-Trainer Sead Hasanefendic, eine Auszeit zu nehmen, um den Lauf der Hammer zu brechen.

Was zunächst auch gelang, denn Alexander Saul gelang anschließend mit seinem fünften Treffer im fünften Versuch das 21:17 (45.) für die Gastgeber.

Aber der ASV blieb nun dran, und als Jakob Schwabe mit seinem vierten Treffer auf 22:20 verkürzte, hätte es noch einmal kippen können. Doch zwei schnelle Treffer des ThSV stellten den alten Abstand wieder her (51./24:20).  

Als Alexander Saul per Siebenmeter auf 27:22 (57.) erhöhte, war der Widerstand der Hammer endgültig gebrochen - und die erste Saisonniederlage besiegelt.

 

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