ASV Hamm-Westfalen verliert knapp in Nettelstedt

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Sebastian Schneider

HILLE - Normalerweise hätte Kay Rothenpieler, Trainer des ASV Hamm-Westfalen, mehr als zufrieden sein können. Gerade hatte sich seine Mannschaft beim knappen 32:34 (18:19) gegen den Tabellenzehnten der Handball-Bundesliga, TuS N-Lübbecke, mehr als teuer verkauft. Doch am Ende musste der Coach feststellen, dass die Niederlage im ersten Testspiel des Jahres für sein Team absolut unnötig gewesen war.

„Das war eigentlich ganz okay“, sagte Rothenpieler. „Wir haben sehr gut begonnen, haben in der zweiten Halbzeit lange geführt und die Aufgabe bis zur Schlussphase auch ordentlich gelöst. Normalerweise ist das Ergebnis in so einem Spiel ja auch egal, aber wenn du am Ende mit vier Toren führst, dann willst du es auch gewinnen.“

Und das taten die Hammer. Mit 32:28 lagen sie sieben Minuten vor dem Ende in Front – doch danach gelang nichts mehr. Verworfene Siebenmeter, technische Fehler und Unkonzentriertheiten sorgten dafür, dass der Erstligist noch einmal Oberwasser bekam – und diese Situation gnadenlos ausnutzte. Ein 6:0-Lauf in den Schlussminuten reichte der Mannschaft von Trainer Dirk Beuchler, um schließlich doch noch als glücklicher Sieger aus der Halle zu gehen.

Schon die ersten 15 Minuten, die die Hammer vor 150 Zuschauern in der Sporthalle in Hille ablieferten, waren sehenswert. Der ASV agierte konzentriert in der 6:0-Deckung um die Innenblocker Jakob Macke und Markus Fuchs, und vorne waren die Hammer sehr variabel. So lag der Zweitligist in dieser Phase stets mit einem Tor vorne. Erst als Rothenpieler dem nach einem Virusinfekt konditionell noch nicht wieder bei 100 Prozent stehenden Matthias Struck eine Pause gönnte und Jakob Macke auf der ungewohnten Halbposition in Angriff und Abwehr sowie Jan Brosch im Innenblock brachte, wurde der Zweitligist unsicherer, so dass er noch mit einem knappen 18:19-Rückstand in die Kabine gehen musste.

Bis zur 40. Minute hielt der Erstligist seinen Vorsprung, doch der ASV wurde nun immer stärker. Waren in Halbzeit eins noch Spielmacher Ondrej Zdrahala und Linksaußen Andreas Simon die treibenden Kräfte, so setzten nun Neuzugang David Wiencek auf der Spielmacherposition und Sebastian Schneider auf Halblinks Akzente. „Für Sebi war das nach seiner langen Verletzungspause sehr wichtig. Er hat drei, vier Tore gemacht“, freute sich der Trainer. „Und David hat das wirklich gut gelöst. Er hat Schnelligkeit ins Spiel gebracht und seine Chancen genutzt.“ So bauten die Hammer ihren Vorsprung langsam aber stetig bis zum 32:28 aus – und das gegen einen Gegner, der selbst bis auf den Kroaten Drago Vukovic, der derzeit bei der EM in Dänemark weilt und Arne Niemeyer, zwar auch viel wechselte, aber den kompletten Kader im Einsatz hatte. - güna

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