Handball

So verkaufte sich der ASV Hamm-Westfalen beim TuS Ferndorf

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Sören Südmeier

Michael Lerscht, Trainer des Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf, hatte den Zuschauern für die Partie seiner Mannschaft gegen den ASV Hamm-Westfalen einen "heißen Tanz" versprochen. Er sollte Recht behalten. Vor 1043 Zuschauern in der Kreuztaler Sporthalle setzte sich sein Team am Ende im Spitzenspiel der Liga mit 31:26 (15:16) durch und bleibt damit Tabellenführer.

Ein wenig angespannt war ASV-Coach Kay Rothenpieler vor Spielbeginn schon. Schließlich war es der erste Auswärtsauftritt seiner Mannschaft – und das bei einem Gegner, der sehr engagiert auftrat und einem Publikum, das frenetisch jede Aktion seines Teams bejubelte. „Ich weiß nicht, wie stabil wir auswärts schon sein können“, sagte der Coach im Vorfeld. 

Die Antwort wollte die Mannschaft auf der Platte geben, begann engagiert und schaffte es auch, in Führung zu gehen und diese auch bis zum Wechsel nicht aus der Hand zu geben. Dennoch war es nicht das erwartete Spiel. Beide Mannschaften kamen zunächst nicht zu Tempogegenstößen. Und so war es überwiegend ein Spiel, in dem sich die Teams an der jeweiligen gegnerischen Abwehr abzuarbeiten hatten. 

Die Gäste hatten hier leichte Vorteile, waren nach zehn Minuten erstmals mit zwei Toren vorn (3:5) und hatten in der 22. erstmals die Chance, sich auf drei Treffer abzusetzen. Doch ein leichtfertig vertändelter Ball im Angriff und ein daraus resultierender Konter, den Vincent Sohmann nur per Foul stoppen konnte, führten dazu, dass die Hausherren mit dem folgenden Siebenmeter wieder auf einen Treffer herankamen (24.). 

Drei Minuten vor der Pause war es dennoch soweit, obwohl sich die ASV-Abwehr immer noch nicht zu 100 Prozent stabil zeigte. Per Siebenmeter markierte Vyron Papadopoulos das 11:14 – doch wieder ließen die Hammer den Gastgeber noch vor der Pause aus der Schlinge. Zwei schnelle Treffer durch Moritz Barwitzki, und der Vorsprung war zum Wechsel wieder auf ein Tor zusammengeschrumpft (16:15).

Nach einem verworfenen Ball und einem technischen Patzer direkt nach der Pause geriet der ASV auch noch erstmals ins Hintertreffen (32./16:17). Fortan mussten plötzlich die Gäste einem Rückstand hinterher laufen. Und zeigten dabei Nerven, als Papadopoulos per Siebenmeter das 20:20 verpasste (38.). Im Anschluss hatten beide Mannschaften mehrfach die Chance zu einem Treffer – dann war es der gut aufgelegte Jan von Boenigk, der per Gegenstoß ausglich (40.). Ein ganz wichtiger Treffer. Zumal zwei Minuten später Vincent Sohmann vom Siebenmeterstrich wieder für die Führung sorgte.

 Und es kam noch besser für die Gäste, als Oliver Milde und Jan Brosch ihr Team danach mit 23:21 nach vorn brachten (45.). Als dann auch noch Felix Storbeck einen Siebenmeter und den folgenden Nachwurf von Barwitzki hielt, Blohme das 24:21 erzielte sowie Lerscht eine Zwei-Minuten Strafe kassierte, hatten die Gäste alle Karten für den Sieg in der Hand (47.). 

Und verspielten sie – allerdings auch, weil die Unparteiischen beim Stand von 25:24 eine sehr fragwürdige Zeitstrafe gegen Jan Brosch aussprachen (53.). Die Folge: Überzahl, Ausgleich und Führung für Ferndorf (26:25/55.). Und die gaben die Hausherren nicht mehr aus der Hand. 

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