ASV Hamm-Westfalen beim Tabellenzweiten Rimpar

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Martin Doldan

HAMM - Kommt die Sprache auf den nächsten Gegner des ASV Hamm-Westfalen, so findet Kay Rothenpieler nur lobende Worte für die Mannschaft der DJK Rimpar. Die Wölfe, die in der vergangenen Saison gerade erst ihre Zweitliga-Premiere gefeiert haben, sind das Überraschungsteam der Liga und stehen derzeit mit 18:2 Punkten auf Rang zwei. „Wenn die so weiterspielen, können sie durchaus sogar den Aufstieg schaffen“, sagt der Hammer Trainer.

Die Punkte dafür soll sich das Team von Trainer Jens Bürkle allerdings, wenn es nach Rothenpieler geht, gegen andere Mannschaften holen. Denn wenn die Unterfranken am Mittwoch auf den ASV treffen (20 Uhr/Dreifachsporthalle Rimpar), dann würden die Gäste nur zu gern beide Zähler mit nach Hamm nehmen. „Natürlich ist Rimpar nun der Abschluss einer kleinen Serie von schweren Auswärtsspielen für uns“, weiß Rothenpieler. „Aber wir haben schon in Hildesheim, wo wir einen Punkt geholt haben, und Großwallstadt sehr gut gespielt. Jetzt wollen wir auch bei der DJK punkten.“

Daran haben die Hammer in der zehntägigen Spielpause seit der umkämpften 27:31-Niederlage beim TV Großwallstadt in den Trainingseinheiten hart gearbeitet. „Zuletzt war ein klarer Aufwärtstrend in der Leistung zu erkennen“, lobt der Coach. „Aber es hat ein bisschen die Gier gefehlt. Die Mannschaft hat zwar gekämpft, wollte auch gewinnen – doch da ist noch ein bisschen Potenzial nach oben.“ Mehr Entschlossenheit und vor allem der absolute Glaube an die eigene Leistungsstärke sollen nun die letzten Prozente herauskitzeln, um nicht nur gut, sondern auch erfolgreich in der 2. Liga aufzutreten. Dazu gehört ein stärkerer Fokus auf das eigene Spiel und die damit einhergehende Konzentration auf der Platte. Denn, so Rothenpieler: „Jeder Einzelne bei uns muss in jedem Spiel ein, zwei Fehler weniger machen, wenn wir uns für unseren Aufwand belohnen und als Sieger aus der Halle gehen wollen – die Summe macht den Unterschied.“

Sportlich sieht Rothenpieler die Räder in seinem Team immer besser ineinander greifen. Die Mannschaft spiele sich zunehmend ein, die Abläufe seien mittlerweile weitgehend automatisiert. „Jetzt fehlt nur noch die Konstanz, denn mit 80 Prozent gewinnst du in der 2. Liga kein Spiel“, so der Trainer.

Dass Kreisläufer Martin Doldan heute in den Mannschaftsbus steigen wird, ist unwahrscheinlich. „Martin hat sich eine leichte Virusinfektion zugezogen“, sagt Rothenpieler. „Wahrscheinlich nehme ich ihn erst gar nicht mit. Denn bei einem Match wie in Rimpar muss alles passen. Da brauchst du auf der Platte eine Menge Krieger. Und dann bringt es nichts, wenn ein Spieler nicht ganz fit ist.“ Ohnehin ist Doldan, der im Sommer zum ASV gestoßen ist, noch immer nicht ganz bei seinem neuen Klub angekommen. „Er ist sicher nicht bei 100 Prozent, so wie wir uns das vorstellen“, sagt Rothenpieler. „Aber das ist auch dem neuen Umfeld geschuldet – ein neues Land, da dauert es bei den meisten Spielern ein halbes bis dreiviertel Jahr, bis sie sich eingelebt haben. Und diese Zeit wird er bei uns auch bekommen.“

Nach seiner Denkpause in der Partie gegen Großwallstadt wird David Wiencek in Rimpar dagegen wieder zum Kader gehören. „Wir hatten ein klärendes Gespräch, damit ist das Thema für mich erst einmal erledigt“, sagt der Coach, der Wiencek künftig „dadurch, dass Joscha Ritterbach nun wieder dabei ist“, mehr auf seiner Lieblingsposition auf der Rückraum Mitte einsetzen wird. Ebenfalls in Rimpar im Kader werden Linksaußen Fabian Huesmann und Kreisläufer Jan Brosch stehen – und auch Björn Wiegers (ebenfalls Kreis) hat seine Rotsperre abgesessen und kehrt ins ASV-Team zurück. - güna

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