ASV Hamm-Westfalen trifft auf zwei Aufsteiger

+
Einstimmen für die nächsten Aufgaben: ASV-Coach Niels Pfannenschmidt und seine Spieler.

Hamm - Für Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen steht der dritte Doppelspieltag mit den Begegnungen bei den Handballfreunden Springe (Freitag/20 Uhr) und am Sonntag in eigener Halle gegen Eintracht Hagen (17.15 Uhr/Westpress-Arena) an.

Beide Mannschaften sind Aufsteiger, und beide gehören für den Hammer Trainer zu der Kategorie: unangenehm zu spielen. „Wir konzentrieren uns erst einmal voll auf das Spiel gegen Springe“, blendet Niels Pfannenschmidt die Heimpartie gegen die Hagener um die Ex-Hammer Sebastian Schneider und Matthias Aschenbroich bis zum heutigen Spielschluss aus. „Denn das wird eine ganz gefährliche Nummer für uns.“

Zwar rangiert der Aufsteiger aktuell auf dem letzten Tabellenplatz der Liga, doch wurde im Oktober mit Faruk Halibegovic ein weiterer Spieler verpflichtet, der dem Team neuen Schwung gegeben hat. Gleich in seiner ersten Partie in Essen traf der Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina acht Mal und kam mit der Empfehlung von 142 Toren, die er in der vergangenen Saison in der polnischen Superliga für MKS Zaglebie Lubin geworfen hat. „Das ist ein richtig guter Mann für die 2. Liga. Die werden sich einiges gegen uns ausrechnen“, ist sich Pfannenschmidt daher sicher, auf einen hoch motivierten Gastgeber zu treffen, zumal der zuletzt noch mit dem 28:24-Erfolg über die BBM Bietigheim Selbstvertrauen gesammelt hat – mit sieben Halibegovic-Treffern aus dem linken Rückraum. „Und wir sind derzeit noch nicht so stabil, dass wir sagen könnten, wir fahren dahin und hauen die weg.“

Dennoch herrscht im Hammer Lager große Zuversicht, dass am Ende der Begegnung ein weiterer Erfolg auf der Habenseite verbucht werden kann – es wäre nach dem Auswärtssieg in Rimpar und dem 23:22 zuhause gegen Wilhelmshaven bereits der dritte in Folge. „Und gerade auswärts haben wir in der laufenden Saison ja große Stabilität bewiesen“, sagt Pfannenschmidt, der die Belastung im Training in der vergangenen Woche mit Blick auf die kommenden Spiele bewusst ein wenig heruntergefahren hat. „Wir haben es etwas ruhiger angehen lassen, bewusst Pausen gemacht“, betont der Coach. „Wir haben vor allem individuell mit den Spielern gearbeitet, die zuletzt weniger gespielt haben, ehe wir am Mittwoch wieder ordentlich im Training angezogen haben.“

Denn der Kader ist weiter um zwei Positionen dezimiert, weil Jan-Lars Gaubatz nach seiner Handoperation und Savvas Savvas wegen eines angerissenen Kreuzbandes pausieren müssen. „Da werden wir schauen, wie wir die Belastung der einzelnen Spieler gut dosieren können“, sagt Pfannenschmidt, der noch überlegt, ob er im Vergleich zum Wilhelmshaven-Spiel Veränderungen in der Startformation vornehmen wird, seine Spieler aber vor allem darauf eingestimmt hat, dass Springe mit einer ähnlich gesunden Härte zur Sache gehen wird wie schon im Testspiel im Sommer. Das gewann der ASV zwar mit zwei Toren, die rüde Gangart in der 6:0-Verteidigung des Aufsteigers um Kreisläufer und Innenblocker Oliver Tesch blieb den Hammern aber sehr gut in Erinnerung. „Darauf müssen wir uns einstellen“, sagt der Coach. „Und wir dürfen uns nicht provozieren lassen. Aber wie am Sonntag gegen Hagen wird bei uns viel davon abhängen, wie gut wir unsere Abwehr stellen. Da dürfen wir unsere Linie nicht verlassen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare