ASV testet bei Ligakonkurrent Eintracht Hagen

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Jan Brosch

Hamm - Nur noch eine Woche – dann fliegt der Ball in der 2. Handball-Bundesliga wieder. Entsprechend geht für die Teams die Vorbereitungsphase auf die restlichen Spiele der laufenden Saison in die Endphase. Da macht der ASV Hamm-Westfalen keine Ausnahme. Zwei weitere Spiele hat Coach Niels Pfannenschmidt vor dem Start beim Tusem Essen am Sonntag, 7. Februar, vereinbart – das erste davon am Samstag (13.30 Uhr) beim Ligakonkurrenten VfL Eintracht Hagen.

Nicht zuletzt die räumliche Nähe nach Hagen hat die Hammer dazu bewogen, während der Vorbereitung die Klingen ein weiteres Mal außerhalb des Spielbetriebs mit der Eintracht zu kreuzen. Denn Gegner auf hohem Niveau sind in der Region rar gesät. „Wir wollen, ähnlich wie zuletzt am Dienstag gegen Lübbecke, das Augenmerk auf die Abwehrarbeit legen“, sagt Pfannenschmidt und hofft, in Hagen eine Weiterentwicklung seiner Mannschaft vor allem im Defensivbereich zu erkennen. „Die Fehler aus dem Nettelstedt-Spiel werden wir analysieren und besprechen. Wichtig wird es sein, auch ohne Markus Fuchs eine kompakte Einheit zu werden – das ist das Ziel gegen Hagen.“

Dass es trotz der guten Vorstellung beim 31:31 gegen den Erstligisten aus Ostwestfalen bei seinem Team leistungstechnisch noch Luft nach oben gibt, steht für den Hammer Trainer fest, zumal während der Zeit im Trainingslager längst nicht alle Abläufe automatisiert werden konnten. „Wir haben ja gar nicht die Möglichkeit gehabt, dort mit sechs gegen sechs zu spielen, weil wir nicht alle Spieler dabei hatten“, so Pfannenschmidt. „Vor allem im Angriff war das schwierig. Denn bisher haben wir da nur in der Kleingruppe mit zwei gegen zwei oder drei gegen drei Akteuren trainiert – dafür war das gegen Nettelstedt schon ordentlich.“

Das Augenmerk des Trainers liegt aber auch in Hagen weiter auf der Defensivarbeit seiner Mannschaft. Dort gehe es darum, „die Abwehr auch ohne Fuchs kompakt zu kriegen“, so Pfannenschmidt, der den Abwehrspezialisten weiter zwecks Auskurierens seiner Patellasehnenentzündung aus dem Trainingsprozess herauslässt. Vor allem das Rückzugverhalten und Unterzahlspiel sei da noch verbesserungswürdig. „Dafür haben wir noch ein wenig Videomaterial vom Spiel am vergangenen Dienstag studiert“, sagt der Coach. „Im Moment ordnen wir uns noch zu spät, drehen uns nicht rechtzeitig um und nehmen den Zweikampf mit den Angreifern nicht früh genug auf.“

Einziger Ausfall wird dieses Mal neben Fuchs Rückraumakteur Savvas Savvas (Bänderriss im Knie) sein. Dafür stieß Björn Zintel, der derzeit seinen Grundwehrdienst in Niedersachsen absolviert, am Freitag wieder zur Mannschaft und wird das Team auch in Hagen verstärken. Zintel trainiert derzeit während der Woche in Hannover.

Dass mit Fannar Thor Fridgeirsson ein zukünftiger ASV-er heute im Trikot der Gastgeber auflaufen wird, hat für den Hammer noch keine Relevanz. „Den muss ich ja nicht mehr genauer angucken, den kenne ich ja schon“, versichert Pfannenschmidt. „Und im Moment ist er ja noch Spieler von Eintracht Hagen.“ Dennoch dürfte der Hammer Neuzugang gegen seinen künftigen Klub besonders motiviert zu Werke gehen.

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