ASV Hamm-Westfalen testet gegen TuS N-Lübbecke

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Jan-Lars Gaubatz

Hamm - Fünf Tage lang hatte Niels Pfannenschmidt den Kader des ASV Hamm-Westfalen im Trainingslager zusammengezogen, um sich intensiv auf die restlichen Spiele in der 2. Handball-Bundesliga, die für den ASV mit der Partie am 7. Februar bei Tusem Essen beginnen, vorzubereiten.

Ausruhen können sich die Akteure jetzt jedoch nicht. Denn nach kurzer Verschnaufpause zieht der Coach im Endspurt der Vorbereitung das Tempo noch einmal an. Am Dienstag bestreitet die Mannschaft dabei ihr einziges Vorbereitungsspiel in eigener Halle, wenn der Erstligist TuS N-Lübbecke (19 Uhr/Steinhalle) zu Gast sein wird.

„Natürlich wollen wir jedes Spiel gerne gewinnen“, sagt der ASV-Trainer. „Aber in erster Linie geht es mir in diesen Testspielen nicht um das Ergebnis, das ist erst einmal zweitrangig. Wichtiger ist es, dass wir Sachen ausprobieren können – und das werden wir unabhängig vom Spielstand machen.“ 

Schließlich hatte der Coach im Bundesleistungszentrum in Kienbaum längst nicht alle Akteure zur Verfügung. So stießen die Tschechen Ondrej Zdrahala und Tomas Mrkva erst jetzt wieder zur Mannschaft, weil sie zuvor für ihr Nationalteam im Einsatz waren. Auch Lars Gudat, der in Hamm geblieben war, weil er an der Hochschule noch Klausuren zu schreiben hatte, wird nach ausgeheilter Bänderverletzung wieder dabei sein.

Bereits in Kienbaum absolvierte Jan-Lars Gaubatz nach überstandener Handverletzung wieder erste Trainingseinheiten. „Gaubi hat schon Zweikämpfe mitgemacht“, sagt Pfannenschmidt. „Was ihm noch fehlt, ist Spielpraxis. Aber Jetzt werden wir ihn wieder integrieren.“ Durchaus möglich, dass der Linkshänder am Wochenende zusätzliche Einsatzzeit im Oberligateam erhält. 

Das gilt auch für Lars Gudat. Definitiv noch nicht wieder dabei sein werden gegen den Bundesligisten Savvas Savvas (Knieverletzung) und Björn Zintel (Bundeswehr). „Bei Savvas wird es wohl noch bis Ende Februar dauern“, sagt der Trainer, der zudem Markus Fuchs vorerst aus dem Trainingsbetrieb herausnahm, da dieser über anhaltende Patellasehnenbeschwerden im Knie klagt. „Markus hat sich schon mit Schmerzen durch die Hinserie geschleppt“, sagt Pfannenschmidt. „Er muss jetzt einfach geschont werden, bis er beschwerdefrei ist.“ Eine Maßnahme, die allerdings zu Problemen führt, denn Fuchs war wichtiger Bestandteil der Abwehrformation, in der nun eine Lücke entstanden ist. „Er ist eigentlich mein Mann in der 5:1-Deckung“, so der Coach. „Jetzt müssen wir dort eine andere Lösung finden.“

Eine Variante wäre es, Jakob Macke den vorgezogenen Posten in der offensiven Abwehr-Variante übernehmen zu lassen. „Aber auch Lars Gudat wäre hier eine Option“, hat Pfannenschmidt seine Überlegungen noch nicht abgeschlossen. „Ein weiteres Ding wird es sein, Marian Orlowski in den Innenblock einzubinden. Fabian Huesmann ist sicher eine Alternative als Halbdeckungsspieler. Dadurch können wir Ondrej Zdrahala auf außen in der Abwehr spielen lassen, wodurch wir uns einen Angriff-Abwehr-Wechsel ersparen könnten.“

Der Wechsel Zdrahalas zum Saisonende in die Schweiz nach St. Gallen steht dagegen bereits fest. Den von Tomas Mrkva und Marian Orlowski würden die Hammer jedoch noch gerne verhindern. Aber auch diese Personalien will Pfannenschmidt möglichst bald abschließen. „Am besten noch in dieser Woche“, sagt der Coach. „Denn wir müssen ja auch planen.“

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