Personelle Engpässe beim ASV Hamm-Westfalen

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Drei, die aktuell verletzt zuschauen müssen (von links): Alexander Auerbach, Marian Orlowski und Tim Dahlhaus.

HAMM - Seit Montag fließt der Schweiß der Spieler des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen wieder in der Westpress-Arena. Trainer Kay Rothenpieler bat zur Vorbereitung auf die zweite Hälfte der aktuellen Saison – und es wartet noch viel Arbeit auf das Team und seinen Coach, ehe es am Dienstag, 28. Januar in der Nachholpartie beim TSV Altenholz um Meisterschaftspunkte geht.

„In Altenholz müssen wir sofort voll da sein“, sagt Rothenpieler vor dem Hintergrund, dass ein Sieg im letzten Hinrundenspiel dafür sorgen würde, dass seine Mannschaft mit nur zwei Punkten Rückstand auf die Aufstiegsränge in die Rückserie starten würde. „Das wäre natürlich schön. Wir haben eine gute Hinserie gespielt. Aber wir wollen konzentriert weiter arbeiten, denn wir wissen, auch, dass es noch besser geht.“

Zunächst einmal gilt es jedoch, nicht nur Kondition und taktische Spielzüge wieder aufzufrischen – die Hammer müssen auch die beiden jüngsten Neuzugänge, Markus Fuchs und David Wiencek, möglichst schnell komplett in die Abläufe integrieren. „Darauf wird der Schwerpunkt liegen“, sagt Rothenpieler, der allerdings „erst einmal Gespräche führen muss, um zu wissen, wie oft David und Markus dann auch wirklich da sein werden“. Denn beide Spieler sind von ihren Vereinen mit einem Zweitspielrecht ausgestattet. Während Wiencek noch in Lemgo unter Vertrag steht, wo er im Drittligateam eingesetzt wird, hat Fuchs noch mindestens bis zum Saisonende einen Vertrag bei GWD Minden. Auch hier haben die Ansprüche des Erstligisten Priorität. Und da die Ostwestfalen derzeit Spieler zur Europameisterschaft abstellen müssen, kann es durchaus sein, dass Fuchs vornehmlich in Minden trainieren wird. „Generell ist es so, dass Markus in der Rückserie für uns zur Verfügung steht, aber das letzte Wort hat Minden. Und so kann es passieren, dass er uns bei dem einen oder anderen Spiel fehlen wird.“

Noch schwerer wiegt allerdings die Tatsache, dass die Hammer derzeit nur mit reduzierter Mannschaft trainieren können. Zwar kehrte der langzeitverletzte Sebastian Schneider bereits vor der Weihnachtspause wieder ins Mannschaftstraining zurück und ist „medizinisch gesehen wieder voll belastbar“ (Rothenpieler), aber dafür klagt Spielmacher Alexander Auerbach weiter über Schulterprobleme. Kreisläufer Björn Wiegers braucht nach seiner Daumenoperation, der er sich in der Pause unterziehen musste, noch ein, zwei Wochen, ehe er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Und der Rückraumrechte Tim Dahlhaus – vor wenigen Wochen erst von einem Knochen-Ödem genesen – kehrte in den Krankenstand zurück. „Tim hat wieder die gleichen Probleme mit der Patellasehne, wie er sie zuvor bereits hatte“, sagt Rothenpieler. „Am Freitag hat er einen MRT-Termin, und wenn es tatsächlich die gleiche Verletzung sein sollte, wird er wieder länger ausfallen. Das ist ärgerlich, weil er keinen Rhythmus kriegt. Gerade für ihn wäre es wichtig, die komplette Vorbereitung zu bestreiten, damit er das nötige Selbstvertrauen bekommt.“

Angesichts dieser Sorgen ist das kurzzeitige Fehlen von Linkshänder Matthias Struck (Virusinfektion) noch gut zu verkraften. In der Summe erschweren die Ausfälle die Trainingsarbeit allerdings extrem. „Das Problem ist, dass wir nicht auf hohem Niveau trainieren können“, sagt der Coach, der seine Akteure zum Auftakt noch mit ein wenig Fußball spielen einstimmte, ehe jetzt das Pensum nach und nach gesteigert wird. „In der kommenden Woche wollen wir dann wieder mannschaftstaktischer arbeiten.“ - güna

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