Konzentrierter Auftakt

So lief die Leistungsdiagnostik des ASV Hamm-Westfalen

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Trainingsdiagnostik in Dortmund: Marten Franke (von links), Vyron Papadopulos, Alex Rubino Fernandez und Ivar Stavast.

Die Spieler des Hammer Handball-Zweitligisten haben sich in Dortmund zur mittlerweile schon obligatorischen Leistungsdiagnostik versammelt, die mit dem Trainingsauftakt einhergeht. Zu beanstanden gab es nur eines.

Dortmund – Es ist Donnerstagmorgen im Dortmunder B2B-Fitnessstudio. Einer der Besucher sorgt für mächtig Lärm auf einem Laufband im ersten Stock – es sollen die einzigen Störgeräusche bleiben, die an diesem Tag in die Trainingsroutine des ASV Hamm-Westfalen beeinträchtigen. 

Die Mimik im Gesicht von Athletik-Coach Thomas Isdepski sagt zwar wenig über die Werte aus, die der Computer errechnet, doch Isdepski hat nichts zu beanstanden. „An sich bin ich ganz zufrieden mit den Ergebnissen“, sagt er. „Wir haben ja bereits am Mittwoch bei der Mannschaft etwas eingebracht – was Landequalität angeht, wie springe ich richtig ab. Und das haben sie heute schon ganz gut umgesetzt.“ 

Nachholbedarf für die ASV-Neuzugänge

Dass die Neuzugänge noch ein wenig aufholen müssen, was die Sprungkraftübungen angeht, ist für Isdepski normal. „Natürlich sieht man bei den neuen Spielern noch einen Unterschied zu den Älteren, weil wir Sprünge über die Saison hinweg immer testen“, sagt der Athletikfachmann. „Das wird in anderen Vereinen wahrscheinlich nicht so gemacht. Und ich glaube, dass wir das so machen, ist mit ein Grund dafür, warum wir in den vergangenen Jahren eine ganz geringe Verletzungsrate hatten.“ 

ASV-Trainer Kay Rothenpieler sieht die ersten Trainingstage als lockeren Aufgalopp, ehe es am Sonntag richtig los geht. „Es geht vor allem für die Neuen darum, sich zu gewöhnen, damit für sie alles in die richtige Bahn läuft“, sagt der Coach, dessen Anwesenheit in Dortmund nicht nötig war. 

"Spaß am Handball" trotz kurzer Regenerationszeit

„Bis Samstag machen wir noch einen sogenannten Shuttle-Run-Test, damit wir eine gute Trainingssteuerung machen können in den nächsten Wochen.“ Dass die Sommerpause mit vier Wochen ein wenig kurz ausgefallen ist, empfindet auch der Trainer so. „Die hätte schon noch ein, zwei Wochen länger sein können“, sagt Rothenpieler. „Trotzdem habe ich das Gefühl, dass sich alle gut erholt haben. Alle sind motiviert und haben wieder Spaß am Handball.“ 

Erst ihre zweite Einheit mit der Mannschaft bestritten die Neuzugänge des ASV. Für Rechtsaußen Marten Franke und Mittelmann Merten Krings, die beide in der vergangenen Saison noch für Ligakonkurrent TV Emsdetten aufgelaufen sind, sowie den Niederländer Ivar Stavast (Limburg Lions) und den Spanier Alex Rubino Fernandez (A-Jugend, Tusem Essen) hat die Eingewöhnungsphase gerade erst begonnen. 

ASV-Neuzugänge fühlen sich bestens aufgehoben

Allzu schwer machen es die Alteingesessenen ihren neuen Teamkollegen allerdings auch nicht. „Das ist schon eine gute Stimmung hier in der Mannschaft“, fühlt sich Krings, der 2010 bereits im Bundesligakader der HSG Ahlen-Hamm stand, vom ersten Moment an wohl. Und Franke ist ebenfalls zuversichtlich. „Man kennt sich ja sowieso schon – auch von den Derbys“, sagt der Rechtsaußen. „Mit ein, zwei Spielern habe ich schon zusammen gespielt, das erleichtert alles.“ 

Beim Leistungstest herrscht eine konzentrierte Atmosphäre. Während Sören Südmeier noch aufgrund von Prüfungen, die er zu absolvieren hat, fehlt, sind die anderen fokussiert auf die Übungen, die ihnen Isdepski vorgibt. „Marten ist als Außen ganz gut austrainiert und Merten schon länger dabei. Er macht ja auch nicht das erste Mal Krafttraining und Athletik“, ist Isdepski zufrieden. „Alex und Ivar fangen ja jetzt erst richtig an. Die sind komplette Neueinsteiger, was das angeht.“ 

Erwartungen an Stavast sind hoch

Während Rubino Fernandez erst einmal zum Kader der Oberliga-Mannschaft gehören und dort langsam für höhere Aufgaben aufgebaut wird, sind die Erwartungen an Stavast schon ein wenig höher. „Ivar hat sehr viel Potenzial, muss aber erstmal in die Rolle reinwachsen“, glaubt sein Trainer. „Das ist auch für ihn ein neues Land, eine neue Herausforderung – aber er hat seine Qualitäten und bekommt die Zeit, um sich zurecht zu finden.“ 

Duell gegen dänischen Pokalsieger als Höhepunkt

Dabei helfen sollen auch die Vorbereitungsspiele. „Wir fangen beim Regionalligisten in Spenge an“, sagt der Coach. „Aber dann kommen schon richtig gute Gegner mit unserem Ligakonkurrenten Ferndorf und beim Erstligisten Hannover-Burgdorf.“ Saisonhöhepunkt ist aber das Spiel gegen den dänischen Pokalsieger Aalborg, in dessen Kader vier Europameister stehen. „Daher versuchen wir, schnell und viel mit dem Ball zu machen“, hofft Rothenpieler, dass sich die Mannschaft zügig findet. 

„Ich denke, dass es schneller gehen wird, weil Merten und Marten die Erfahrung schon haben.“ Ein Schwerpunkt der Vorbereitung wird wie immer die Defensivarbeit sein. „Wir haben unsere hervorragende Rückserie auch aufgrund der Umstellung in der Abwehr gespielt“, sagt der Trainer. „Jetzt wird es wichtig sein, dass wir Merten in die Abwehr integrieren, damit wir nicht mehr so viele Wechsel haben, die uns die erste Welle von Vyron Papadopoulos weggenommen haben – jetzt haben wir da die Möglichkeit mit Merten, der auf der Halbposition decken kann.“

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