ASV Hamm-Westfalen mit Fuß auf Gaspedal

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Sebastian Schneider

HAMM -  Nur noch zwei Spiele stehen für den ASV Hamm-Westfalen in der Saison der 2. Handball-Bundesliga auf dem Plan. Für die Mannschaft von Kay Rothenpieler ist der Mittelfeldplatz bereits sicher, doch der Gedanke, vor den beiden Heimaufgaben gegen den TV Hüttenberg am Samstag (19 Uhr/Westpress-Arena) und gegen den TSV Altenholz bereits den Fuß vom Gas zu nehmen und die Saison locker ausklingen zu lassen, kommt bei den Hammern nicht auf.

„Wir spielen zuhause und wollen uns da natürlich sehr gut präsentieren“, verspricht der ASV-Coach noch einmal 120 Minuten Kampf und Leidenschaft seiner Spieler. „Außerdem gehört es sich einfach, alles zu geben. Das ist eine Sache der Fairness, damit uns da keiner etwas nachsagen kann. Hüttenberg befindet sich noch mitten im Abstiegskampf, und wir haben deren Konkurrenten aus Saarlouis ja auch bei uns aus der Halle geschossen.“ Zudem würde Rothenpieler gerne in der Tabelle noch um einen Rang auf Position sieben klettern – und dafür sind bei drei Zählern Rückstand zwei Siege zum Abschluss die Voraussetzung.

Radio Lippewelle Hamm überträgt das Spiel ab 15 Uhr live - auch hier im Livestream. Reporter ist Marko Varchmin.

Dass der ASV diese Saison noch nicht abgehakt hat, bewies die Mannschaft zuletzt am Mittwoch beim Gastspiel in Rostock, wo am Ende ein 28:25-Erfolg heraussprang – trotz strapaziöser Anfahrt. Einziges Manko der Auswärtstour: „Wir hätten es leichter haben können“, sagt Rothenpieler. „Denn unsere Chancenverwertung war nicht so gut. Da müssen wir konzentrierter im Abschluss sein.“

Dass die Partie gegen Hüttenberg allein von der Emotionalität her eine ganz andere sein wird, steht für den ASV-Coach bereits jetzt fest. „Das wird eine ganz andere Nummer“, sagt er. „Denn Hüttenberg wird bis in die Haarspitzen motiviert sein, um bei uns zu punkten. Die wollen unbedingt die Klasse halten, und wir müssen dagegenhalten, wenn wir gewinnen wollen. Das wird Kampf pur.“

Die Personalsituation beim Hammer Zweitligisten bleibt allerdings unverändert angespannt. Fabian Huesmann, Jan Brosch und Marian Orlowski werden in den beiden letzten Begegnungen der Saison verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz kommen. Zudem wird neben Julian Possehl, der bereits in Rostock nicht dabei war, auch David Wiencek nicht für den ASV auflaufen, weil er von seinem Erstverein TBV Lemgo angefordert worden ist.

Da ist es um so wichtiger, dass Björn Wiegers nach überwundener Verletzung langsam wieder zu alter Form findet. In Rostock bescheinigte sein Trainer ihm eine starke Leistung. „Björn hat viele Siebenmeter herausgeholt“, lobt Rothenpieler. „Das war wichtig, gerade, weil die ja eine offensive Deckung gespielt haben.“ Was im Übrigen auch der TV Hüttenberg meist praktiziert, den Rothenpieler mit einer aggressiven 5:1-Variante erwartet. „Auch da ist ein gutes Kreisläuferspiel natürlich wichtig“, sagt er.

Auch Sebastian Schneider entpuppte sich in Rostock als wichtiger Faktor für das ASV-Spiel. Weil sich Spielmacher Ondrej Zdrahala als nicht so treffsicher entpuppte, musste Schneider auf der Mitte ran. „Das hat er gut gemacht“, lobt sein Trainer. „Sebi ist einer der erfahrensten Spieler in unserem Kader. Er kann das Spiel beruhigen – auch wenn wir natürlich weiter Tempohandball spielen wollen.“ - güna

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