ASV Hamm-Westfalen mit Fuchs und Wiencek

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Marian Orlowski

HAMM - Es gibt gemütlichere Auswärtsfahrten für eine Handballmannschaft. Wenn die Spieler des ASV Hamm-Westfalen am Mittwoch in den Mannschaftsbus steigen, dann warten rund 1000 Kilometer Fahrstrecke – und dazwischen 60 heiße Handballminuten beim HC Empor Rostock (19.30 Uhr/Stadthalle).

„Aber wenn wir schon so weit fahren müssen, wollen wir wenigstens auch etwas mit nach Hause nehmen“, verspricht ASV-Trainer Kay Rothenpieler einen engagierten Auftritt seiner Mannschaft, die laut Spielplan ursprünglich bereits am 6. April in Rostock antreten sollte, ehe die Partie wegen Auswahlverpflichtungen von Spielern beider Teams verlegt wurde. Angesichts der Tatsache, dass die vierte von fünf Begegnungen innerhalb von zwei Wochen ansteht, dürfte es jedoch schwer werden, in Rostock zu bestehen.

Auch, weil der Kader zuletzt doch reichlich ausgedünnt war und alle Akteure an ihre physischen Grenzen gehen mussten. So traten die Hammer beim Gastspiel in Essen gleich ohne alle drei Akteure an, die mit einem Zweitspielrecht für den ASV ausgestattet sind. Während Julian Possehl auch in Rostock fehlen wird, werden sein Lemgoer Teamkollege David Wiencek und Markus Fuchs von GWD Minden freigestellt, so dass dem Trainer zumindest wieder zwei Alternativen mehr zur Verfügung stehen.

Allerdings wird nur ein Spieler mehr auf dem Meldebogen vermerkt sein, denn die Verletzung, die sich Marian Orlowski beim umkämpften 30:30 in Essen zugezogen hat, entpuppte sich wie erwartet als Bänderriss im Daumengelenk. „Das muss nicht operiert werden“, sagt Rothenpieler. „Aber vier bis sechs Wochen ruhig gestellt werden muss es schon.“

Womit die Saison für Orlowski, der gerade erst wieder von einem Kreuzbandriss genesen war und langsam zur alten Form zurückgefunden hatte, definitiv beendet ist. „Das ist schade, weil er gerade wieder Fuß gefasst hatte“, ärgert sich sein Trainer. „Aber es war ohnehin der Fahrplan, dass er einfach mitnimmt, was geht und sich dann auf die neue Saison konzentrieren sollte.“

Um so wichtiger, dass vor allem Fuchs wieder dabei ist, der die Rolle Orlowskis im Innenblock und auf der linken Angriffsseite übernehmen und damit auch Sebastian Schneider entlasten kann.

Dass es schwer wird, in Rostock zu bestehen, weiß der Hammer Trainer. Denn die Mannschaft von Trainer Rastislav Trtik hat zwar in der Rückserie leistungsmäßig ein wenig abgebaut, ist in eigener Halle aber immer noch ein sehr unangenehm zu spielender Gegner. „Rostock spielt einen sehr aggressiven und schnellen Ball“, weiß Rothenpieler. „Und es deckt sehr offen. Ich hoffe, dass wir es kräftemäßig schaffen werden, dagegen zu halten.“ Von seinem eigenen Team erwartet der Hammer Trainer, dass sie „Tempo macht und nicht den Kopf verliert. Dann haben wir eine Chance.“

Offen ist noch, wer zu Beginn der Partie zwischen den ASV-Pfosten stehen wird. Zuletzt in Essen begann wieder Felix Storbeck, der vor allem nach dem Wechsel eine gute Leistung bot. „Aber beide, auch Tomas Mrkva, sind zuletzt wieder besser geworden. Wer anfangen wird, ist daher auch ein bisschen eine Sache des Bauchgefühls.“ -  güna

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