Handball

ASV will in Coburg die Chance auf Platz drei wahren

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ASV-Rückraumspieler Stefan Lex freut sich auf das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Coburger Teamkollegen.

Den Aufstieg hat der ASV Hamm-Westfalen drei Spieltage vor dem Saisonende angesichts des Fünf-Punkte-Rückstands auf den Zweiten HC Nordhorn-Lingen abgehakt. Aber Platz drei ist noch möglich. Doch dazu ist ein Sieg in Coburg Pflicht.

Hamm – Wenn der ASV Hamm-Westfalen am Samstag (19.30 Uhr) zu seinem vorletzten Auswärtsspiel der Handball-Zweitliga-Saison in der HUK-Coburg-Arena beim HSC 2000 Coburg antritt, fühlt sich das laut ASV-Trainer Kay Rothenpieler fast wie ein Finale an. Die Gastgeber nehmen derzeit mit 51:19 Zählern Platz drei ein. Wenn die Hammer gewinnen, können sie nach Punkten mit den Oberfranken gleichziehen und sie an den letzten beiden Spieltagen sogar noch überholen. 

Für Rothenpieler ein durchaus lohnenswertes Ziel, auch wenn sich der Verein für Platz drei nichts kaufen kann. „Wir wollen dennoch gewinnen. Allein um zu beweisen, dass wir in der Lage sind, mit den Spitzenmannschaften auch vor fremden Publikum auf Augenhöhe zu agieren“, beteuert der Hammer Trainer, der sich mit der Entwicklung seines Teams durchaus zufrieden zeigt. „Wir sind nach Nordhorn die zweitbeste Mannschaft der Rückrunde. Und wenn wir gegen die Nordhorner vor einigen Wochen nicht so knapp verloren hätten, würden wir vielleicht heute noch um Platz zwei kämpfen“, trauert der ASV-Coach der verpassten Chance ein bisschen nach.

Coburgs Trainer vom ASV beeindruckt

Daran, dass Hamms Gastgeber Coburg die Drei-Punkte-Differenz auf Nordhorn im Saison-Endspurt noch aufholen kann, glaubt Rothenpieler übrigens nicht. „Dafür präsentiert sich Nordhorn in dieser Phase einfach zu stabil.“ Auch Coburgs Trainer Jan Gorr hat den Sprung in die Bundesliga längst abgehakt. „Das ist noch einmal ein Spitzenspiel, in dem es tatsächlich darum geht, ob wir Platz drei behaupten. Der bringt zwar nichts, aber unser Ziel ist es ganz klar, auch am Ende der Saison zumindest dort zu stehen“, wird der HSC-Coach auf der vereinseigenen Homepage zitiert. Ein Erfolg über Hamm würde schon reichen. Das Gesamtpaket des ASV bezeichnet Gorr als echte Herausforderung. Er hat die Westfalen zuletzt beim Derby-Sieg gegen Emsdetten beobachten lassen und zeigt sich beeindruckt. In dieser Partie bot vor allem Hamms Schlussmann Felix Storbeck eine überragende Leistung.

Stefan Lex freut sich auf seinen alten Klub

 Für Rothenpieler war allerdings die mannschaftliche Geschlossenheit, wie schon in der gesamten Rückrunde, ausschlaggebend für den Erfolg. „Uns ist es gegen Emsdetten auch gelungen, das Fehlen von Oliver Milde zu kompensieren. Und auch den kurzfristigen Ausfall von Sören Südmeier im Rückraum haben wir verkraften können“, sagt Rothenpieler. Stefan Lex übernahm nach der Pause die Mittelposition. „Das hat er sehr gut gemacht“, lobt der ASV-Coach den ehemaligen Coburger, der sich wie Hamms Schlussmann Oliver Krechel auf das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Teamkollegen freut.

Gleiches gilt für die Coburger Jan Kulhanek sowie für Christoph Neuhold, die schon das ASV-Trikot getragen haben. Neuhold wird nach langer Verletzungspause gegen seinen alten Verein wieder auflaufen. Auch dem Einsatz von Schlussmann Kulhanek, dessen Platzwunde verheilt ist, steht nicht mehr im Wege. 

Die Hammer müssen am Samstag in Oberfranken weiter auf Milde verzichten, der wegen der Bänderverletzung im Sprunggelenk pausieren muss. Hinter dem Einsatz von Südmeier, der zuletzt über Adduktorenprobleme klagte, steht ein Fragezeichen. Südmeier wird die fünfstündige Anreise nach Coburg aber mit antreten. „Ob er eingesetzt werden kann, werden wir erst nach dem Aufwärmen entscheiden“, beteuert Rothenpieler. „Ein Risiko werden wir mit Blick auf die beiden danach noch anstehenden Meisterschafts-Begegnungen aber gewiss nicht eingehen.“ Am Samstag, 1. Juni, empfängt der ASV um 18 Uhr Tusem Essen, am 8. Juni geht es zum Saisonkehraus nach Bad Schwartau.

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