ASV liefert sich umkämpfte Partie mit der DJK Rimpar

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Wieder da: Merten Krings.

30 Minuten suchte der ASV Hamm-Westfalen im Spiel der 2. Handball-Bundesliga gegen die DJK Rimpar nach dem Schlüssel zum Sieg. Dann legten starke zehn Minuten zu Beginn des zweiten Durchgangs den Grundstein zur Entscheidung. 1976 Zuschauer sahen in der Westpress Arena schließlich einen letztlich doch noch deutlichen 27:21 (11:10)-Sieg. 

Hamm - Bei den Gastgebern stand Merten Krings erstmals seit dem Heimspiel gegen den TV Emsdetten wieder im Kader. Der Mittelmann hatte seinen Syndesmoseband-Anriss im Knöchel auskuriert, musste allerdings bis fünf Minuten vor der Pause warten, ehe er wieder ins Spielgeschehen eingreifen durfte. Dafür musste Rothenpieler auf Linksaußen Vyron Papadopoulos verzichten, der sich eine Knieverletzung zugezogen hatte. Die Gäste waren dagegen mit einem kleinen Kader von nur 13 Spielern angereist. 

Beide Mannschaften lieferten sich zunächst eine ausgeglichene und relativ torarme Begegnung. Nach 15 Minuten stand es gerade einmal 5:5. Und bis dahin hatte keines der beiden Teams den öffnenden Schlüssel zum Sieg gefunden. Der Gastgeber versuchte es verstärkt, Jan Brosch am Kreis einzusetzen. Der wurde allerdings in den Anfangsminuten von Rimpars Lukas Siegler heftig bearbeitet. Zudem versuchten die Gäste, mit einer offensiven Deckung über die Halbpositionen zu unterbinden, dass der ASV sein Tempospiel aufnehmen konnte. 

Als Rothenpieler dann Jan von Boenigk für Stefan Lex in die Partie brachte, wurde das Hammer Spiel kurzfristig druckvoller. Hinten hatte Torhüter Felix Storbeck jetzt seine beste Phase der ersten Hälfte. Vorne machte von Boenigk zunächst das 6:5, legte dann für Marten Franke zum 7:5 auf. Und als Sören Südmeier binnen drei Minuten den dritten Treffer in Folge nachlegte, schien der Code zum Sieg gefunden. 

Rimpar nach Team-Timeout wieder dran

Ein Team-Timeout Rimpars durch Coach Ceven Klatt brachte den Gästen allerdings wieder die nötige Ruhe zurück und dem ASV seinen Schwung. Vier Minuten vor dem Ende des ersten Durchgangs war die DJK, die oft am Rande des Zeitspiels agierte, beim 9:8 wieder dran. Und so waren die Hammer froh, dass Fabian Huesmann 30 Sekunden vor der Halbzeitsirene noch der Treffer zur knappen 11:10-Führung gelang. Entschieden war zu diesem Zeitpunkt jedoch nichts.

Nach der Pause versuchte es Rothenpieler mit einer 5:1-Deckung, in der Huesmann den vorgezogenen Part übernahm. Und vorne ließ er erstmals wieder Krings und Südmeier gemeinsam agieren, die bis zur Krings-Verletzung gegen Emsdetten so prächtig zusammen harmoniert hatten. Und das passte. Dreimal Huesmann, zweimal Südmeier - der ASV lag nach 39 Minuten und einem 5:1-Lauf nach dem Wechsel plötzlich sogar mit fünf Toren vorn (16:11). Klatt nahm seine zweite Auszeit der Begegnung, stellte die Defensive ebenfalls auf 5:1 um und versuchte es vorne fortan mit einem siebtem Feldspieler.

Doch weniger diese Tatsache, als leicht vergebene ASV-Möglichkeiten sorgten dafür, dass der Gast nach dem 17:11 durch Krings mit drei ganz schnellen Treffern in Folge zum 17:14 (44.) zurück kam. Als Huesmann dann nach einem Steal selbst ins leere Tor zum 20:15 erhöhte (47.), war der Elan der Gäste zwar erst einmal wieder verpufft. Gebrochen war der Widerstand jedoch noch nicht. Als dann jedoch von Boenigk zum 22:18 einnetzte und Rimpars Spielmacher Benjamin Herth für zwei Minuten auf die Bank musste, schien der ASV alle Karten in der Hand zu haben - zumal Franke auf 23:18 erhöhte (55.).

Viereinhalb Minuten vor dem Ende griff Klatt zum letzten Mittel, ließ sein Team eine offene Manndeckung spielen - schließlich führte Hamm mit fünf Toren. Als dann Krings einen Siebenmeter herausholte und Huesmann zu 25:20 verwandelte (58.), waren auch die letzten Zweifel am ASV-Sieg beseitigt.

  

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