Handball

ASV: Dritter Sieg im dritten Test

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Jan von Boenigk traf sechsmal für den ASV.

Werl - Dritter Sieg im dritten Testspiel: Der ASV Hamm-Westfalen bezwang nach Flensborg und Minden auch die niederländischen Limburg Lions - deutlich mit 34:19 (17:9). 

Es lief bereits die Schlussphase des Testspiels zwischen Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen und dem niederländischen Spitzenklub Limburg Lions, die vom ASV-Partnerverein Werler TV in der Werler Dreifachhalle ausgerichtet wurde, als Limburgs Joao Ramos seinem Unmut durch einen Fußtritt gegen ein Seitentor der Halle Luft verschaffte. Darüber, dass seine Mannschaft nach zuletzt starken Vorstellungen gegen deutsche Zweitliga-Vertretungen dieses Mal absolut chancenlos war. Mit 34:19 (17:9) war der Sieg der Hammer vor 150 Zuschauern auch in der Höhe verdient. 

Entsprechend deutlich waren die Worte, die Mark Schmetz fand. „Insgesamt bin ich nicht zufrieden“, sagte der Gästecoach, der selbst zwei Jahre für den ASV in der ersten und zweiten Liga auf Rechtsaußen tätig war. „Aber Hamm ist noch einmal eine Nummer größer als die Rhein Vikings oder Bayer Dormagen, gegen die wir in der vergangenen Woche gewonnen haben.“

 Rundum zufrieden zeigte sich dagegen sein Hammer Pendant Kay Rothenpieler. „Das war ein gelungenes Testspiel“, fiel sein Urteil positiv aus, vor allem, weil sein Team in der Abwehr die Vorgaben mehr als zufriedenstellend umgesetzt hatte. „Priorität hatte heute die Deckung. Alle Spieler haben die nötige Bereitschaft gehabt, um diese Aufgabe gut zu lösen.“

 Dabei war die Laune des Hammer Trainers noch vor Spielbeginn leicht getrübt. Zum einen, weil Rechtsaußen Lukas Blohme kurzfristig passen musste, da er sich eine Schleimbeutelentzündung im rechten Ellbogen zugezogen hatte. Und zum anderen, weil seine Mannschaft die Partie in den roten Trainingsleibchen beginnen musste, da Limburg nicht – wie ursprünglich angedacht – in blau, sondern in überwiegend weißen Trikots antrat, die dem Heimtrikot des ASV zu sehr glichen. Am seriösen Spiel des neu formierte Hammer Teams von Beginn an änderte das allerdings nichts. Zwar glichen die Niederländer die schnelle 2:0-Führung des ASV ebenso rasch wieder aus. 

Doch dann rührte die Rothenpieler-Truppe in der Abwehr Beton an. „Gute Deckung“, entfuhr es dem Coach immer wieder bei gelungene Defensivaktionen seiner Mannen, die über die gesamte Partie hinweg defensiv in einer 5:1-Formation agierten. Es folgten ein Tempogegenstoß nach dem anderen, und schon nach zwölf Minuten eine deutliche 9:2-Führung. „Erst als der ASV mit dem siebten Feldspieler experimentiert hat, sind wir wieder ein wenig besser ins Spiel gekommen“, erkannte Schmetz, dessen Mannschaft diese Phase nutzte, um auf 11:7 zu verkürzen.

 Als der ASV es danach weiter konzentriert spielte, wurde der Klassenunterschied aber wieder deutlich. „Wir wollen dieses Tempo spielen, aber das geht nur, wenn wir auch an der Deckungsarbeit Spaß bekommen“, sagte Rothenpieler. Den hatten seine Spieler gegen Limburg unbestritten.

 Nach dem 17:9-Pausenstand gingen sie den zweiten Durchgang mit den eigens von Mannschaftsbetreuer Johannes Klusemann geholten Ersatztrikots noch einmal mit viel Elan an und schraubten den Vorsprung fast mühelos bis zum 34:19-Endstand in die Höhe.

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