Nach Überraschungscoup in Bietigheim

ASV geht mit Euphorie in das erste Heimspiel

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Eine Option für das erste Heimspiel: Oliver Milde hat seine Bänderverletzung auskuriert und steht wieder zur Verfügung.

Der Überraschungscoup beim Bundesliga-Absteiger SG BBM Bietigheim zum Auftakt der Saison in der 2. Handball-Bundesliga hat im Umfeld des ASV Hamm-Westfalen durchaus eine Euphoriewelle ausgelöst. „Wir hoffen natürlich zum Heimstart auf eine große Kulisse“, setzt Trainer Kay Rothenpieler auch auf die Unterstützung von den Rängen.

Hamm – Der vor allem in der Höhe beeindruckende 27:18-Erfolg bei der Mannschaft um den 2007- Weltmeister Michael „Mimi“ Kraus hat den Kartenvorverkauf für das erste Heimspiel am Samstag (19.15 Uhr) in der Westpress-Arena gegen den HC Elbflorenz aus Dresden noch einmal mächtig angekurbelt.  „Wir haben in dieser Saison einiges vor. Und dafür brauchen wir das Publikum. Wir wollen in unserer eigenen Halle wieder zu einer richtigen Macht werden“, so der ASV-Coach. 

Auch Rothenpieler fällt es nicht leicht, den Erfolg in Bietigheim so richtig zu bewerten. „Am Anfang einer Saison weiß man nie so recht, wo man wirklich steht“, sinniert der Coach. „Waren wir wirklich so gut oder hatte Bietigheim einfach nur einen schlechten Tag erwischt? Eine detaillierte Antwort darauf werden wir sicherlich erst in einigen Wochen geben können.“ 

ASV hat einen "gezielten Plan"

Deshalb sorgt sich der Coach nach der Gala-Vorstellung in der Kreisstadt vor den Toren Stuttgarts auch nicht darüber, dass seine Mannschaft die Bodenhaftung verlieren könnte. „Erst einmal waren wir mächtig stolz auf diese Leistung. Und wir wollen die Euphorie jetzt natürlich auch mit ins erste Heimspiel nehmen“, beteuert der ASV-Coach, der unter der Woche bei den Trainingseinheiten nicht den geringsten Anflug von Überheblichkeit in seiner Truppe spürte. 

„Wir wollen weiter gezielt unseren Plan verfolgen. Wir haben auch in den vergangenen Tagen konzentriert an den Dingen, die wir noch verbessern wollen, gearbeitet. Dazu gehört auch das Zusammenspiel zwischen Torhüter und Deckung, was in Bietigheim sehr ordentlich funktioniert hat“, betont Rothenpieler, der darauf setzt, dass sein Team mit der nötigen Gelassenheit an die Aufgabe gegen Elbflorenz gehen wird.

Gästetrainer zählt ASV zu den Aufstiegskandidaten 

„Mit dem Sieg in Bietigheim haben wir unser Selbstvertrauen weiter gesteigert. Wir müssen uns aber immer wieder neu beweisen, auch gegen die Dresdner an diese Leistung anknüpfen. Elbflorenz ist ein sehr unbequemer Gegner.“ Doch am Kontrahenten soll sich seine Mannschaft keineswegs orientieren. „Wir müssen weiter unser Spiel durchziehen“, fordert der Hammer Coach, der darauf hofft, dass das Team vor eigenem Publikum nicht von Beginn an zu viel will und deshalb verkrampft. 

Dass Gästetrainer Rico Göde den ASV zum Kreis der Bundesliga-Aufstiegskandidaten zählt, sieht Rothenpieler nicht als Problem an. „Wir nehmen diese Favoritenrolle sehr gerne an. Auch Bietigheims Coach Hannes Jón Jónsson hat uns vorher als einen der Titelanwärter bezeichnet. Das erfüllt uns durchaus mit Stolz und zeigt, dass unsere Arbeit anerkannt wird.“ 

Keine Personalsorgen beim ASV

Die Dresdner haben zum Auftakt mit 28:26 in eigener Halle gegen den ThSV Eisenach gewonnen, haben daher nichts zu verlieren und werden deshalb auch mit breiter Brust in Werries auflaufen. „Die Stärken der Mannschaft liegen sicherlich in der Defensive“, meint Rothenpieler. „Mit Mario Huhnstock haben sie einen ausgezeichneten Torhüter.“ 

Große personelle Probleme gibt es derzeit beim ASV nicht. Ganz im Gegenteil. „Wir können mit der in Bietigheim erfolgreichen Mannschaft plus X auflaufen“, verrät der Hammer Coach. X könnte Oliver Milde sein, der zuletzt an einer Bänderverletzung im Knöchel laborierte, inzwischen wieder das Training aufgenommen hat und nunmehr langsam an höhere Aufgaben herangeführt werden soll. 

Für Papadopoulos kommt das Heimspiel zu früh

„Er könnte gegen Dresden wieder zum Einsatz kommen“, bestätigt Rothenpieler, der eine schnelle Rückkehr von Vyron Papadopoulos allerdings für ausgeschlossen hält. Der Linksaußen hat seine Zerrung im Oberschenkel noch nicht auskuriert. „Er steht gegen Dresden definitiv noch nicht zur Verfügung“, beteuert der Hammer Trainer.

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